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Novartis-Aktie: wichtige Unternehmenswachstumssegmente laufen Gefahr, Markterwartungen zu enttäuschen


27.08.2012
Vontobel Research

Zürich (www.aktiencheck.de) - Andrew C. Weiss, Analyst von Vontobel Research, stuft die Novartis-Aktie (ISIN CH0012005267 / WKN 904278) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" auf "reduce" herab.

Die Pharmasparte von Novartis werde die Patentexklusivität für "Diovan" (2012/2013) und "Gleevec" (2015/2016) verlieren. Um den EBIT-Verlust auszugleichen, müssten wichtige Medikamente wie "Gilenya", "Lucentis" und "Tasigna" klar erfolgreich sein.

Was "Lucentis" anbetreffe, würden die Analysten die Konkurrenz durch "Eylea" von Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001) Ende 2012 erwarten. Das "Lucentis"-Geschäft von Roche (ISIN CH0012032113 / WKN 851311) in den USA sei bereits unter Druck. Die Konsenserwartungen für 2016 lägen bei USD 3 Mrd. für Novartis, die Analysten würden mit USD 2 Mrd. rechnen.

Ende April 2012 hätten EMA und FDA ihre Sicherheitsüberprüfung abgeschlossen, die zu einer Änderung der Produktbeschreibung bei "Gilenya" geführt habe. Inzwischen sei eine Abkühlungstendenz bei der Verschreibung in den USA erkennbar. Die Analysten würden daher ihre Schätzung für den Spitzenumsatz von "Gilenya" erneut auf USD 1,9 Mrd. senken. Zudem würden sie die Konkurrenz durch BG-12 (Biogen Idec (ISIN US09062X1037 / WKN 789617)) bis Ende 2012 erwarten.


Die aktuellen Schätzungen der Analysten würden davon ausgehen, dass Novartis der Wechsel von "Gleevec" zu "Tasigna" optimal gelinge. Immer mehr deute jedoch darauf hin, dass die Ärzte versuchen würden, Gleevec weiterhin als Basistherapie zu verwenden, was den Umsatz mit "Tasigna" schmälere.

Den nächsten Kursimpuls könnten die Phase-III-Daten für "QVA" auf dem ERS-Kongress sowie aktuelle Mortalitätsdaten zu "Gleevec" auf der ASH liefern.

Novartis sei ein diversifiziertes Gesundheitsunternehmen, dessen Wertschöpfung mehrheitlich auf den Ergebnissen der Pharmasparte basiere. Der Patentablauf für wichtige Medikamente in den nächsten drei Jahren setze das Geschäftsmodell unter Druck. Neue Medikamente wie "Lucentis", "Gilenya", "Tasigna", "Afinitor" und "QVA" stünden unter Erfolgszwang.

Da die Analysten von Vontobel Research bei jedem dieser Medikamente Probleme erkennen, senken sie das Rating für die Novartis-Aktie auf "reduce". Das neue Kursziel sehe man bei CHF 50. (Analyse vom 27.08.2012) (27.08.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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