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Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
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101,96 $ |
+2,69 $ |
+2,64 % |
17.04/21:59 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US2786421030 |
916529 |
- $ |
- $ |
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eBay-Aktie: Unternehmen wächst mit Paypal 23.07.2012
Heibel-Ticker
Berlin (www.aktiencheck.de) - Die Experten von "Heibel-Ticker" werden die Aktie von eBay (ISIN US2786421030 / WKN 916529) im Falle eines Rückschlags gegebenenfalls in ihr Portfolio holen.
Es gebe sie, die herausragenden Unternehmensgeschichten. eBay sei eine davon. Wer dort noch immer nur das Online-Auktionshaus sehe, der habe die vergangenen Jahre verschlafen. eBay sei ein ernstzunehmender Konkurrent von Amazon.com (ISIN US0231351067 / WKN 906866), denn immer mehr Umsatz werde über die Festpreisangebote "sofort kaufen" erwirtschaftet, die überwiegend von Händlern eingestellt würden.
Doch eine zweite Geschichte sei noch viel attraktiver: Paypal. Die Experten hätten bereits im April nach den damaligen Quartalszahlen ausführlich die Entwicklung beschrieben. Im zweiten Quartal habe sich diese Entwicklung nun nochmals beschleunigt, der Gewinn von Paypal habe sich verdoppelt, der Umsatz sei um 23% angestiegen.
Insbesondere Käufe über mobile Endgeräte würden sich mit Paypal mühelos abwickeln lassen, dieser Umsatz habe sich für eBay im Vergleich zum Vorjahr auf 10 Mrd. USD verdoppelt. eBay habe inzwischen 104 Mio. aktive Auktionsnutzer und 113 Mio. Paypal-Kunden.
Für die Experten überraschend sei eine Abwicklung gewesen, die sie selbst in den vergangenen Tagen über eBay getätigt hätten. Man habe ein kleines Klettergerüst für seine Kinder über eBay gekauft, und da man sein Paypal-Konto kürzlich leer geräumt habe, sei nicht genügend Guthaben vorhanden gewesen. Man habe also die Kreditkarte als Zahlungsmethode gewählt und sei überrascht gewesen, dass eBay ihm anschließend vorgeschlagen habe, das verfügbare Geld von Paypal zu nehmen und nur den danach ausstehenden Rest von der Kreditkarte abzubuchen. Mit einem "Ok" sei die Sache erledigt gewesen.
Für den Kunden egal, für eBay jedoch ein gigantischer Gewinn. Denn die Abwicklungsgebühren für Zahlungen seien recht hoch, und hier habe eBay einen Weg gefunden, die Gebühren zum größtmöglichen Teil im eigenen Haus zu belassen. Kreditkarten seien nämlich die Konkurrenten von Paypal, da Paypal Zahlungswege für den Einzelhandel prüfe und Visa (ISIN US92826C8394 / WKN A0NC7B) und MasterCard (ISIN US57636Q1040 / WKN A0F602) aggressiv ins Online-Geschäft vorstoßen würden.
Eine zweite Sache, die den Experten aufgefallen sei, seien die jüngsten AGB-Änderungen von eBay: eBay möchte sich künftig zwischen Käufer und Verkäufer setzen, so wie es Amazon.com tue. Man bezahle also an eBay, eBay informiere den Verkäufer über den Zahlungseingang und dieser versende. Erst nach Zustellung werde das Geld an den Verkäufer gereicht.
Dadurch habe eBay nicht nur mehr Arbeit, sondern auf der anderen Seite ein um ein Vielfaches höheres Bankkonto, das täglich verzinst werde. eBay werde dadurch immer stärker zu einem Finanzdienstleister.
Wenn man das Bewertungsniveau von eBay mit den Kreditkartenfirmen vergleiche, dann sei eBay aufgrund der hohen Wachstumsraten deutlich unterbewertet. Leider sei die Aktie in einem steilen Aufwärtstrend, und die Experten würden dem Kurs ungern hinterherlaufen.
Im Falle eines Rückschlags werden die Experten von "Heibel-Ticker" die eBay-Aktie gegebenenfalls in ihr Portfolio holen. (Ausgabe 29 vom 20.07.2012) (23.07.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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