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Veränderung |
Datum/Zeit |
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15,59 € |
-0,066 € |
-0,42 % |
22.04/17:35 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| GB0005405286 |
923893 |
- € |
- € |
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HSBC-Aktie: Vorteile sind angemessen reflektiert 13.07.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Der Analyst bei Sarasin Research, Rainer Skierka, hält an seinem "neutral"-Rating für die HSBC-Aktie (ISIN GB0005405286 / WKN 923893) fest.
Die HSBC sei sehr stark in den Wachstumsregionen Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten vertreten und erwirtschafte mittlerweile über 50% des Vorsteuergewinns in diesen Regionen, mit steigender Tendenz. Die Bank verlagere systematisch ihr Geschäft immer weiter Richtung Schwellenländer. Symbolisch dafür sei der Umzug des CEO von London nach Hongkong im Jahre 2010 gewesen. Die Expansion in China werde ebenfalls unvermindert fortgeführt, womit HSBC ihre dortige Position als stärkste ausländische Bank ausbauen könne. 2010 habe HSBC in China ihre hundertste Filiale eröffnet. Die Bank wolle dabei insbesondere von dem weiter anziehenden internationalen Handelsvolumen mit China profitieren.
HSBC sei generell gut positioniert, um vom Aufholeffekt der Länder mit tieferer Durchdringungsrate von Finanzdienstleistungen überdurchschnittlich zu profitieren. Dies sei insbesondere in Lateinamerika der Fall.
Ein Punkt, welcher die Anfälligkeit von Banken in einem Stressszenario schonungslos offen gelegt habe, sei die Refinanzierung gewesen. Während viele Banken ihre Aktivseite vermehrt kurzfristig über andere Banken und Anleihen finanziert hätten (wholesale funding), habe die Abhängigkeit von dieser Finanzierungsart dramatisch zugenommen. Viele Institutionen würden deshalb versuchen sich mittels stabileren Kundeneinlagen zu refinanzieren. Die HSBC verfüge diesbezüglich über eine solide Finanzierung. Gemessen werden könne dies mit dem Kredit-Einlagen-Verhältnis (Loan to Deposit Ratio), welches bei der HSBC per Ende März 2012 unter 80% gelegen habe. Im Vergleich zum europäischen Durchschnitt von über 100% sei dies ein sehr guter Wert.
Obwohl HSBC gute 1Q12 Ergebnisse ausgewiesen habe, begünstigt durch organisches Ertragswachstum, gute Kostenkontrolle und zunehmende Kreditvolumina, würden nach Erachten der Analysten das makroökonomische Umfeld sowie damit zusammenhängende potenzielle Kreditausfälle derzeit die klar dominierenden Risiken bleiben. Ein wider Erwarten starker Wirtschaftsabschwung könnte auch HSBC, trotz robustem Cashflow und solider Kapitalausstattung, in Schwierigkeiten bringen.
HSBC verfüge über den weltweit stärksten Markennamen in der Finanzindustrie. Die global diversifizierte Bank sei von den Auswirkungen der Finanzkrise nicht unverschont geblieben, verfüge jedoch im Quervergleich über Vorteile (Refinanzierung, Diversifikation, Kapitalausstattung und Positionierung in Wachstumsmärkten). HSBC sei ebenfalls von den weltweiten regulatorischen Verschärfungen betroffen, was ihre Eigenkapitalkosten erhöhe und das Ertragspotenzial tendenziell schmälere. Die berechenbare Dividendenpolitik erhöhe die Attraktivität der HSBC-Aktien.
Aufgrund der Bewertungsprämie denken die Analysten von Sarasin Research, dass diese Vorteile angemessen im Kurs der HSBC-Aktie reflektiert sind und bestätigen ihre "neutral"-Empfehlung. (Analyse vom 12.07.2012) (13.07.2012/ac/a/a)
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