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LVMH-Aktie: starke Umsatzentwicklung in Q1 03.07.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Patrick Hasenböhler, Analyst von Sarasin Research, bewertet die Aktie von LVMH (ISIN FR0000121014 / WKN 853292) mit dem Rating "neutral".
LVMH sei ein Machtzentrum in der Luxusgüterindustrie. Mit einem Umsatz von EUR 23,7 Mrd. sei es das global führende Luxusgüterunternehmen tätig in den verschiedensten Bereichen. Der Konzern führe eine Multi-Marken Strategie. Die einzelnen Marken würden von der finanziellen Stärke des Mutterhauses profitieren. LVMH sei in fünf Bereiche unterteilt.
LVMH habe seit 2010 eine Beteiligung am französischen Luxusgüterkonzern Hermès (ISIN FR0000052292 / WKN 886670) aufgebaut. Per Ende 2011 habe LVMH einen Kapitalanteil von 22,3% gehalten. Angesichts des Widerstands der Familienaktionäre, die einen Anteil von 62,9% an Hermès halten würden, würden die Analysten nicht davon ausgehen, dass LVMH in absehbarer Zeit zur Mehrheit von Hermès gelange.
LVMH habe in Q1 12 über einen weiterhin starken Geschäftsverlauf berichten können. Der Umsatz sei gegenüber der Vorjahresperiode um 25% gestiegen, wobei das organische Wachstum 14% betragen habe. Trotz einer anspruchsvollen Vorjahresbasis (Q1 11 ebenfalls +14%) habe sich die organische Wachstumsrate gegenüber +12% in Q4 11 beschleunigt. Das Wachstum sei vor allem in Asien und in den USA ausgeprägt gewesen, aber auch die Verkäufe in Europa hätten sich weiterhin positiv entwickelt.
Seit Anfang 2009 hätten LVMH-Aktien wie der gesamte Luxusgütersektor dank der starken Nachfrage aus Asien den Gesamtmarkt deutlich übertroffen. Über die vergangenen drei Monate sei der Aktienkurs zwar um 5% zurückgegangen, dennoch sei die relative Performance gegenüber dem DJ EURO STOXX (ISIN EU0009658145 / WKN 965814) mit +7% positiv gewesen. Der Kursrückgang in den letzten Monaten sei insbesondere der Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung in China wie auch dem insgesamt schwächeren globalen wirtschaftlichen Ausblick zuzuschreiben.
Im Gegensatz zu den beiden Schweizer Konzernen Richemont (ISIN CH0045039655 / WKN A0Q9J3) und Swatch Group (ISIN CH0012255151 / WKN 865126), die beide über eine hohe Nettogeldposition verfügen würden, sei LVMH leicht verschuldet. Die Bilanz sei dennoch sehr solide. Die Eigenkapitalquote (exkl. Minderheitsanteile) habe per Ende 2011 48%, das Net-Gearing (Nettoverschuldung/Eigenkapital) 24% betragen. Im Vergleich zu den beiden Schweizer Konkurrenten sei LVMH geografisch und produktmäßig breiter abgestützt. Die Bewertung von LVMH liege 20% (P/E 13E) bzw. 16% (EV/EBITDA 13E) über dem Durchschnitt der beiden Schweizer Konzerne Richemont und Swatch Group.
Historisch sei die P/E-Bewertung aktuell an der unteren Bandbreite. Wie bei anderen Luxusgüterunternehmen sei die Dividendenrendite (2012E: 2,5%) im Gesamtmarktkontext relativ tief. Die Analysten würden LVMH mit "neutral" einstufen. Grund dafür sei hauptsächlich, dass das Überraschungspotenzial der Umsatz- und Gewinnentwicklung zurzeit mehr auf der negativen als auf der positiven Seite liege.
Gleiches gelte auch für die Ratings. Während Prozentsatz der Kaufempfehlungen zum Total der Empfehlungen der Brokerage-Analysten bei Richemont und Swatch Group bei 50% bzw. 63% liegen würden, würden LVMH 80% der Analysten zum Kauf empfehlen. Kursschwächen seien jedoch für Investoren mit einem mittleren und längeren Anlagehorizont eine interessante Investitionsmöglichkeit.
Die Analysten von Sarasin Research stufen die LVMH-Aktie mit "neutral" ein. (Analyse vom 02.07.2012) (03.07.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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