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Vontobel-Aktie: Anhaltend hohe Exponierung im Investment Banking aus Anlegersicht negativ


13.06.2012
Sarasin Research

Zürich (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von Sarasin Research, Rainer Skierka, hält an seinem "reduce"-Rating für die Aktie von Vontobel (ISIN CH0012335540 / WKN 675054) fest.

Die Vontobel-Gruppe sei 1924 gegründet worden und konzentriere sich als Schweizer Privatbank auf die Vermögensverwaltung privater und institutioneller Kunden. Die Gruppe sei aktiv im Investment Banking, Asset Management sowie Private Banking.


Trotz dem Hintergrund eines anhaltend schwierigen Marktumfelds, einer erneuten Eskalation der Eurokrise sowie zur Passivität neigenden Kunden hätten die Jahresresultate 2011 nur teilweise den Markterwartungen entsprochen, namentlich im Investment Banking. Der Konzern-Reingewinn sei im Jahresvergleich um 23% auf CHF 114 Mio. gesunken und die Eigenkapitalrendite habe 7,5% (9,8%) betragen, was unter den Eigenkapitalkosten gelegen habe. Die Dividende sei um 21% auf CHF 1,10 (1,40) je Aktie reduziert worden. Die betreuten Kundenvermögen hätten vor allem dank starken Netto-Neugeldzuflüssen (USA, Emerging Markets) von CHF 8 Mrd. bzw. 10,4% des Vermögensbestandes um 4,6% auf CHF 82 Mrd. zugenommen.

Mit einer unveränderten Eigenkapitalbasis von CHF 1,5 Mrd., einer Eigenkapitalquote von 8,0% und einer BIZ Tier 1 Kernkapitalquote von 23,3% per Ende 2011 sei die Vontobel-Gruppe überdurchschnittlich solide finanziert, was heutzutage ein wichtiger Wettbewerbsvorteil gegenüber Aufsichtsbehörden und Kunden sei. "Basel 3" dürfte für Vontobel keine größeren Auswirkungen haben.

Die Finanzkrise habe den Kurs der Vontobel-Aktie arg in Mitleidenschaft gezogen und zu einem Abbau der früheren Bewertungsprämie geführt. Zu rechtfertigen sei das dadurch, dass Vontobel bezüglich einer Verlangsamung der Kundenaktivitäten im Handel sowie der Verlagerung von margenhohen, strukturierten und anderen Produkten, in margentiefere, einfachere Anlageformen ertragsseitig sehr anfällig sei. Hinzu komme, dass 2011 nahezu 60% des Vorsteuergewinns aus dem Investment Banking gekommen seien, was ebenfalls einen tieferen Gewinnmultiplikator rechtfertige. Obwohl Vontobel auf Diversifikation setze, würden das Private Banking und Asset Management nicht über die nötige kritische Masse verfügen.

Angesichts der starken Investment Banking-Lastigkeit, sowie unsicheren Ertrags- und Gewinnaussichten als bei Konkurrenten, erachten die Analysten von Sarasin Research die Vontobel-Aktie als keine attraktive Anlage und bestätigen ihre "reduce"-Empfehlung. Von den Schweizer Vermögensverwaltern würden sie Julius Bär (ISIN CH0102484968 / WKN A0YBDU) bevorzugen. (Analyse vom 11.06.2012) (13.06.2012/ac/a/a)




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