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Intercell-Aktie: Eigen- und Fremdkapitalspritze bis Ende Mai, Verlust in Q1 2012 weiter verringert 11.05.2012
Erste Bank
Wien (www.aktiencheck.de) - Vladimira Urbankova, Analystin der Erste Bank, stuft die Intercell-Aktie (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) unverändert mit "halten" ein.
Zu Beginn der Woche habe das österreichische Biotech-Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal 2012 veröffentlicht. Durch die steigende Verkaufszahlen des Flagshipprodukts Ixiaro (Anstieg um 36,4% auf EUR 4,6 Mio.) sowie durch die weitere massive Reduktion der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (um 28,3% auf EUR 5,7 Mio.) habe Intercell es geschafft, den Nettoverlust gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 28,2% auf EUR 8,1 Mio. zu verringern. Die Cashposition Ende März 2012 habe EUR 38,5 Mio. betragen. Für das Gesamtjahr 2012 habe das Management den Ergebnisausblick mit einem Nettoverlust von EUR 15 bis 20 Mio. bestätigt.
Nicht nur die Quartalszahlen sondern auch die Ankündigungen über die Finanzierungspläne seien interessant gewesen: Um die Risken zu minimieren und um das Unternehmen mittelfristig auf eine finanziell nachhaltige Position zu bringen, habe das Intercell-Management eine Vereinbarung über die Fremd- und Eigenkapitalfinanzierung mit BB BIOTECH (ISIN CH0038389992 / WKN A0NFN3) unterzeichnet.
Die Investition bestehe aus einem besichertem Darlehen von EUR 20,0 Mio. und einer Kapitalerhöhung von EUR 5,0 Mio. (etwa 1,96 Mio. Intercell-Aktien zu einem Ausgabepreis von EUR 2,55 je Aktie) als Teil der vorgeschlagenen Privatplazierung. Intercell habe weiter informiert, dass es gerade in Gesprächen mit spezialisierten Healthcare-Investoren über eine zusätzliche Kapitalerhöhung von EUR 10,0 bis 15,0 Mio. stehe (wobei das Bezugsrecht der bestehenden Aktionäre für diese Kapitalerhöhung ausgeschlossen werde). Die Finanzierungsrunde solle bis Ende Mai abgeschlossen werden.
Die Quartalserlöse (EUR 6,0 Mio.) hätten nur leicht unter den Analystenschätzungen (von EUR 6,3 Mio.) gelegen. Positiv sei gewesen, dass der Nettoverlust (EUR 8,1 Mio.) aufgrund der geringeren Forschungs- und Entwicklungskosten niedriger ausgefallen sei als von den Analysten prognostiziert (EUR 8,7 Mio.). Da die Unterschiede zwischen der Analystenerwartungen und aktuellen Resultaten nicht signifikant gewesen seien und auch ihr bisher prognostizierter Nettoverlust im Rahmen der bestätigten Guidance liege, würden die Analysten ihre Prognosen für 2012 unverändert lassen.
An den fundamentalen Geschäftsperspektiven habe sich somit nicht viel verändert. Hier müssten die Investoren noch Geduld haben und auf die Resultate der entscheidenden Pseudomonas Studie bis Mitte 2013 warten. Obwohl die Vereinbarung mit BB BIOTECH relativ teure Konditionen (Darlehens Zinssatz mindestens 10,9% und dazu 5% bzw. 1,5% Anteil an IXIARO Umsatzerlösen) aufweise und die Kapitalerhöhung eine Verwässerung bringe, würden die Analysten doch glauben, dass die positiven Aspekte in Summe leicht überwiegen würden. Am wichtigsten sei es, dass die finanzielle Position von Intercell mittelfristig deutlich stärker werde.
Das Engagement eines angesehenen Investors aus der Biotech-Branche sollte auch das Management dabei unterstützen, das Vertrauen der Investoren wieder zu erlangen. Die Analysten würden ein Company Update planen, nachdem die Details der Finanzierungsrunde feststünden.
In Summe fühlen sich die Analysten der Erste Bank mit ihrer "halten"-Empfehlung die für die Intercell-Aktie aber wohl. Das Kursziel werde bei EUR 2,40 gesehen. (Analyse vom 11.05.2012) (11.05.2012/ac/a/a) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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