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Serono kaufen 04.10.2002
Pictet
Die Analysten von Banque Pictet bleiben auch nach der jüngsten Konferenzschaltung von Serono (WKN 873438) bei ihrer Empfehlung, Aktien des schweizer Pharmaunternehmens zu kaufen.
Das neue Medikament "Rebif" habe in Europa durch die Markteinführung von "Copaxone" mehr mit Konkurrenz zu kämpfen gehabt als erwartet. Dies sei einer der Gründe für das schwächere Wachstum im 2. Quartal gewesen. Es sei bisher noch nicht möglich gewesen, einen direkten Vergleich der beiden Medikamente zu publizieren. In den USA würden nach Angaben von Serono bereits 7.000 Patienten mit Rebif behandelt, was einem Marktanteil von 4-5% entspreche. Generell sei Serono optimistisch, dass sich die Marktdurchdringung im 4. Quartal, auch auf Grund des Beitrags von Pfizer, beschleunigen werde.
Die Analysten seien bisher von der Markteinführung von Rebif enttäuscht, besonders da die amerikanische Gesundheitsbehörden eine so positive Empfehlung abgegeben habe. Die Analysten seien aber immer noch davon überzeugt, dass Rebif die beste Behandlung von Multipler Sklerose sei und bis 2005 am Markt führend sein werde. Auf Grund des derzeitigen Monatsumsatzes in den USA von 6-7 Mio. USD hätten die Analysten aber ihre Rebif-Prognose für 2002 von 111 Mio. USD auf 60 Mio. USD zurückgenommen.
Generell sei der Medikamentenmarkt derzeit stagnierend, wobei aber "Gonal F" seinen Marktanteil auf 65% habe vergrößern können, sodass die Analysten weiterhin von einem Wachstum um die 5% ausgingen. In Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des 3. Quartals am 23. Oktober haben die Analysten auch vor, den neuesten Stand bei "TBP-1", einem Medikament gegen rheumatische Arthritis, zu veröffentlichen.
Die Kursentwicklung der Aktie von Serono spiegele jene des amerikanischen Biotech-Sektors wieder, plus einer gewissen Enttäuschung bezüglich Rebif und mancher Skepsis wegen der Akquisition von "Genset". Die Ergebnisse des 3. Quartals würden mit relativ schwachen Vergleichswerten des 3. Quartals 2001 zu vergleichen sein. Obwohl das 3. Quartal generell schwächer ausfalle als das 4. Quartal, gebe es daher keinen Anlass zur Besorgnis.
Im 4. Quartal werde die Aktie von den Zahlungen von Pfizer profitieren und von möglichen positiven Nachrichten über Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, entweder bezüglich TBP-1, Beta Interferon oder Raptiva. Derzeit werde Serono auf Basis der Gewinne des Jahres 2003 nur mit einem bescheidenen Aufschlag von 10% gegenüber dem Branchenschnitt gehandelt, obwohl die durchschnittliche Wachstumsrate des Gewinns der letzten fünf Jahre bei 17% gelegen sei, verglichen mit durchschnittlich 8,5% der gesamten Branche.
Aus diesem Grund bleiben die Analysten von Banque Pictet bei ihrer Kaufempfehlung für Aktien von Serono, sie senken aber ihr Kursziel auf 980 Schweizer Franken, um den höheren Risikoaufschlag zu berücksichtigen.
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