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| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| 19,79 € |
20,30 € |
-0,51 € |
-2,51 % |
20.04/09:04 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| ES0113211835 |
875773 |
- € |
- € |
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BBVA neutral 04.10.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktie von Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (WKN 875773) mit dem Rating "neutral" ein.
Nach der vollzogenen Fusion mit Argentaria und der Expansion in Lateinamerika sei die Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) gemessen an der Bilanzsumme die zweitgrößte spanische Universalbank (283 Mrd. EUR). Die Tätigkeit der BBVA umfasse das gesamte Spektrum der Bankgeschäfte. Ihre Präsenz konzentriere sich auf Spanien, Lateinamerika und Südeuropa-Regionen, in denen die Bank aufgrund einer gemeinsamen Sprache und Kultur über Wettbewerbsvorteile verfüge. Zum ehrgeizigen Integrationsprogramm des Kreditinstituts gehöre neben der konsequenten Einmarkenstrategie auch die Errichtung einer einheitlichen Technologieplattform, die den weiteren Prozessverlauf beschleunige.
Der Konzerngewinn im 1. Halbjahr 2002 habe mit 1.166 Mio. EUR 8,9% unter dem Vorjahr gelegen. Belastet worden sei das Ergebnis vor allem durch das Lateinamerika Engagement. Neben Abschreibungen auf die Beteiligungen an Telefonica und Repsol (313 Mio. EUR) habe sich auch die stark erhöhte Risikovorsorge (+52,4% gegenüber dem Vorjahr auf 993 Mio. EUR) negativ auf die Gewinnentwicklung ausgewirkt. Während der Zinsüberschuss mit 4.258 Mio. EUR auf Vorjahresniveau gelegen habe (-0,2%), sei das Handelsergebnis basisbedingt stark angestiegen (+54,7% auf 352 Mio. EUR). Erfolge im Kreditkartengeschäft hätten den Rückgang beim Provisionsüberschuss auf 5,9% (1.882 Mio. EUR) begrenzt. Das strikte Kostenmanagement (Kosten: -9,5%) habe auf operativer Ebene ein stabiles Ergebnis garantiert (-11,6% auf 2.567 Mio. EUR).
Obwohl die Spanier bereits Rückstellungen für die Lateinamerika-Krise gebildet hätten, rechne man aufgrund zunehmender notleidender Kredite im lfd. Jahr mit einer rückläufigen Gewinnentwicklung. Abschreibungen auf brasilianische Staatsanleihen (900 Mio. EUR im Bestand) seien ebenfalls nicht auszuschließen. Gleichwohl würden sich 60% des LatAm-Geschäfts bei BBVA auf Mexiko konzentrieren, so dass aus heutiger Sicht auch in den Folgequartalen noch von einer vergleichsweise hohen Ergebnisstabilität auszugehen sei.
Da die überdurchschnittlich starke Eigenkapitalbasis-Basis (Tier I im 1. Halbjahr 9,5%) sowie das im Peergroup-Vergleich hohe Rentabilitätsniveau kursstützend wirken sollten, raten die Analysten von Helaba Trust trotz Ergebnisrevision (EPS 02e/03e: -17,5%/-26,3%) zu einer neutralen Gewichtung der BBVA-Aktie.
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