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UNIQA-Aktie: endgültige Zahlen und Kapitalerhöhung bekanntgegeben


27.04.2012
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - Der Analyst der Erste Bank, Christoph Schultes, bewertet die Aktie von UNIQA (ISIN AT0000821103 / WKN 928900) unverändert mit "reduzieren".

Die UNIQA habe heute ihre endgültigen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr bekannt gegeben. Dabei seien die vorläufigen Zahlen größtenteils bestätigt worden. Die Bruttoprämien seien um 3,9% auf EUR 5,98 Mrd. zurückgegangen, was auf die gesunkenen Einmalerläge zurückzuführen gewesen sei (-44,5% auf EUR 602 Mio.). Die fortlaufenden Prämien seien hingegen um 4,7% auf EUR 5,38 Mrd. gestiegen. Das Vorsteuerergebnis sei mit EUR -325,6 Mio. wie erwartet deutlich negativ gewesen (vor allem aufgrund der Abschreibung auf griechische Staatsanleihen und Restrukturierungsmaßnahmen). Das Nettoergebnis sei mit EUR -245,6 Mio. rund 10% unter den Analystenerwartungen geblieben.


Aufhorchen lassen habe der Konzern mit dem Plan, bereits in diesem Jahr eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 500 Mio. anzustreben (allerdings nur für bestehende Aktionäre). Im nächsten Jahr plane man (wie bereits bekanntgegeben) ein so genanntes Re-IPO, durch das der Streubesitz deutlich erhöht werden solle. Zudem solle die Konzernstruktur vereinfacht werden.

Das Unternehmen verfolge die ehrgeizigen Ziele, das Vorsteuerergebnis bis 2015 auf EUR 400 Mio. zu steigern und die Anzahl der Kunden bis 2020 auf 15 Millionen zu verdoppeln. Man halte die Ziele zwar für ambitioniert, aber durchaus für machbar. Aber selbst wenn alles nach Plan laufen sollte, komme es durch die Kapitalerhöhung zu massiven Verwässerungen der bestehenden Aktionäre. Die positiven Aspekte (Stärkung des Kapitals) seien zwar nicht zu ignorieren, dennoch halte man die UNIQA-Aktie auf dem jetzigen Niveau nach wie vor für zu teuer.

Die Analysten der Erste Bank bestätigen ihre "reduzieren"-Empfehlung für die UNIQA-Aktie. (Analyse vom 27.04.2012) (27.04.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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