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Saint-Gobain halten 16.09.2002
Nord LB
Analyst Jürgen Bartz von der Norddeutschen Landesbank stuft die Aktie der Saint-Gobain S.A. (WKN 872087) neutral ein.
Der größte französische Hersteller von Baumaterialien habe den Umsatz nach vorläufigen Zahlen im ersten Halbjahr 2002 im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,4% auf 15,35 Mrd. Euro steigern können. Bei vergleichbarer Struktur habe Saint-Gobain (SG) allerdings einen 1%igen Erlösrückgang verzeichnet. Während die Hauptgeschäftsbereiche Bauprodukte und Glas Zuwächse erzielt haben, habe der Sektor Hochleistungswerkstoffe ein deutliches Minus von 10,2% auf 1,913 Mrd. Euro ausgewiesen.
Der operative Gewinn sei im ersten Halbjahr um 6,1% auf 1,292 Mrd. Euro gefallen, wobei von den einzelnen Regionen allein Nordamerika ein gestiegenes Betriebs-Ergebnis verzeichnet habe. Die operative Marge habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 9% auf 8,4% verringert. Zu dieser Entwicklung habe maßgeblich der deutliche Margenrückgang bei den Hochleistungswerkstoffen beigetragen. Den Einbruch beim Nettogewinn um 24,9% auf 498 Mio. Euro habe SG mit den im Vorjahr erzielten Gewinnen aus dem Verkauf von Anteilen an BNP Paribas begründet. Ohne Berücksichtigung von außerordentlichen Posten habe sich der Reingewinn um 8% auf 515 Mio. Euro verringert.
Von den einzelnen Kernbereichen habe die Glas-Division ein gemischtes Bild geboten. Während die Sparte Verpackung von der anhaltenden Nachfrage in den USA und in Europa profitiert habe, hatten die anderen Teilbereiche, insbesondere Flachglas in Europa, mit sinkenden Verkaufspreisen zu kämpfen. Dem Hauptgeschäftsbereich Hochleistungswerkstoffe habe die schlechte Situation im produzierenden Gewerbe in den USA und in Europa zu schaffen gemacht, die bei Umsatz und Rentabilität deutliche Spuren hinterlassen habe. Dank der anhaltend guten Baukonjunktur in den USA habe der Sektor Baustoffe weiter kräftig zulegen und dafür sorgen können, dass die Kernsparte Bauprodukte innerhalb des Konzerns die beste Performance aufgewiesen habe. Auch der Baustoffhandel habe sich trotz der schwierigen Lage der deutschen Bauwirtschaft weiter im Aufwind befunden.
Unter Druck sei der SG-Kurs geraten, als bekannt geworden sei, dass von neuen Asbest-Rechtsstreitfällen in den USA auch die US-Tochter von Saint-Gobain betroffen gewesen sei, und der Konzern daraufhin wegen möglicher Asbest-Schadenersatzklagen in den USA im ersten Halbjahr eine Rückstellung von 50 Mio. Euro gebildet habe, die im zweiten Halbjahr um weitere 50 Mio. Euro aufgestockt werden könnte.
Die Analysten der Nord LB erwarten für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 30,8 Milliarden Euro sowie einen Jahresüberschuss (JÜ) von 1,04 Milliarden Euro. Nächstes Jahr sollen die Erlöse auf 32,2 Milliarden Euro und der JÜ auf 1,17 Milliarden Euro ansteigen.
Die insgesamt enttäuschenden Geschäftszahlen für das erste Halbjahr dürften den Konzern veranlasst haben, für das Gesamtjahr nur noch von einem Nettogewinn auf Vorjahresniveau auszugehen. Der kräftige Kursrückgang nach der Bekanntgabe der Bildung von Rückstellungen in Zusammenhang mit möglichen Asbest-Klagen in den USA werde von einigen Marktbeobachtern als Überreaktion angesehen.
Die Analysten der Norddeutschen Landesbank empfehlen, die Aktien von Saint-Gobain auf dem derzeitigen Kursniveau weiter zu halten.
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