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Repsol-Aktie: dürfte langsam den Boden gefunden haben


30.03.2012
Geldbrief

Vaduz (www.aktiencheck.de) - Die Experten vom "Geldbrief" raten zum Kauf der Aktie von Repsol (ISIN ES0173516115 / WKN 876845), da der Titel in ihren Augen mehr wert ist, als er kostet.

Falle ein Aktienkurs gegen den Markttrend, könnte dies auf negative Sondereffekte beim Unternehmen zurückzuführen sein, ohne dass dessen Geschäftsmodell in Frage gestellt werde. Dadurch würden sich im Einzelfall höchst attraktive Bewertungen ergeben, die Value-Investoren animieren könnten. Für einen solchen Titel würden die Experten derzeit die Aktie von Repsol halten. Vor allem politische Risiken seien in den vergangenen Monaten in den Kurs eingepreist worden. Zunächst habe der Bürgerkrieg für eine Einstellung der Förderaktivitäten in Libyen gesorgt und damit auf dem Nettogewinn 2011 gelastet. Dennoch habe dieser 2,2 Mrd. EUR betragen und mittlerweile laufe die Produktion in Libyen wieder an.

Dann seien in den letzten Wochen Gerüchte aufgekommen, nach denen die argentinische Repsol-Tochter YPF(ISIN US9842451000 / WKN 886738) (Beteiligung 54%) vor einer Verstaatlichung stehen könnte. Aus Sicht der Experten sei dies aber nur eine Drohgebärde der argentinischen Regierung, damit diese mehr Einflussmöglichkeiten auf Unternehmensentscheidungen bekomme. Und zuletzt hätten Vorgänge im Aktionärskreis von Repsol auf den Kurs gedrückt. Der spanische Baukonzern und Repsol-Großaktionär (10%) Sacyr Vallehermoso (ISIN ES0182870214 / WKN 853624) stecke selbst in finanziellen Schwierigkeiten. So habe Repsol deshalb schon zum Ende 2011 weitere 10% eigener Aktien von Sacyr Vallehermoso zurückgekauft und dann kurze Zeit später davon die Hälfte wieder auf dem Markt platziert. Unter diesem Verkauf leide der Kurs des Papiers noch heute.


In den Augen der Experten sei Repsol u.a. deshalb ein Schnäppchen, weil das Unternehmen auf große Ölreserven, vor allem in Lateinamerika zurückgreifen könne und der Ölpreis steige und steige. Zudem speise sich weitere Fantasie aus der Kooperation mit dem chinesischen Energiekonzern Sinopec (ISINI CNE1000004C8/ WKN A0M4Y5). Dieser habe schon in 2011 eine 40-Prozent-Beteiligung an Repsols brasilianischer Tochter erworben und könnte Kandidat für die Übernahme des Pakets von Sacyr sein. Einen weiteren positiven Aspekt würden die Experten im boomenden Bereich Flüssiggas sehen. Hier habe der Konzern im vergangen Jahr seine Umsätze mehr als vervierfachen können.

Richtig schmackhaft werde die Repsol-Aktie, betrachte man die Bewertungsrelationen. Bei Kursen unter 20 EUR notiere das Papier gerade einmal auf der Höhe des Buchwertes und das KGV liege bei 9. Zudem biete der Wert damit eine Dividendenrendite von 6%. Nach Einschätzung der Experten dürfte der Anteilsschein langsam seinen Boden gefunden haben und sie hätten die Aktie in ihr Depot "Spezialempfehlungen" aufgenommen. Der aktuelle Kurs liege bei 18,385 EUR.

Die Experten vom "Geldbrief" sind der Meinung, dass langfristig orientierte Anleger jetzt die Repsol-Aktie über XETRA kaufen. Das Kursziel liege bei 27 EUR und ein anfänglicher Stopp-Kurs sollte bei 15,80 EUR gesetzt werden. (Ausgabe 7 vom 30.03.2012) (30.03.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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