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Geberit-Aktie: kein Spielraum nach oben 14.03.2012
Sarasin Research
Zürich (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von Sarasin Research, Oskar Schenker, stuft die Geberit-Aktie (ISIN CH0030170408 / WKN A0MQWG) weiterhin mit dem Anlageurteil "neutral" ein.
Geberit habe im GJ 2011 einen Bruttoumsatz von CHF 2.143 Mio. erzielt, was konsolidiert in Schweizer Franken 1,1% unter 2010 gelegen habe. Währungsbereinigt sei der Umsatz im Jahresvergleich um 9,5% gestiegen. EBIT und Reingewinn hätten mit CHF 449 Mio. bzw. CHF 384 Mio. nicht an 2010 anknüpfen können. Der EBIT habe 7,6% hinter 2010 gelegen, was eine Marge von 21,2% gegenüber 22,6% im Vorjahr ergeben habe. Das Nettoergebnis habe 5,5% unter 2010 gelegen.
Einmal mehr habe Geberit von einer sehr tiefen Steuerrate (13,1% vs. VJ mit 13,8%) profitieren können. Der freie Cashflow sei mit CHF 386 Mio. beinahe 22% tiefer gewesen als 2010, habe aber immer noch den dritthöchsten Wert der Firmengeschichte erreicht. Im Vorjahr habe ein Abbau des Nettoumlaufvermögens um CHF 52 Mio. zum außerordentlich hohen freien Cashflow von CHF 494 Mio. geführt. Die für Geberit wichtige EBITDA-Marge habe mit 25,1% leicht über dem definierten Zielkorridor von 23% bis 25% gelegen, habe aber nicht an den sehr guten Vorjahreswert von 26,7% anknüpfen können.
Der Anteil des Bruttoumsatzes, welchen Geberit in Europa erziele, sei im 2011 mit 91,5% unverändert hoch geblieben. Währungsbereinigt sei dieser sogar um 9,5% gestiegen und liege damit auf dem Wachstumslevel der Regionen Amerika (+10,2%), Fernost/Pazifik (+10,0%) und Naher Osten/Afrika mit einem Anstieg um 7,5%. Es zeige sich, dass Geberit in den Heimmärkten immer noch solide wachse, das Geschäftsmodell jedoch nur zögerlich in außer-europäische Regionen übertragen könne. Die beiden wichtigsten Märkte für Geberit würden Deutschland mit einem Umsatzanteil von 34% und einem Umsatzwachstum in 2011 von 12,3% und die Schweiz bleiben, welche 14% zum Umsatz beigesteuert habe. Das Wachstum habe 1,4% betragen, was einerseits durch die Währung begründet sei und andererseits habe das lokale Geschäft durch Importe aus dem grenznahen Ausland gelitten. Weiterhin unerfreulich habe sich der Markt Iberische Halbinsel mit einer Umsatzeinbusse im Jahresvergleich von 9,5% entwickelt.
Geberit habe aus Sicht der Analysten außerhalb von Deutschland, der Schweiz und Italien ein enormes Expansionspotenzial und dürfte dieses in den nächsten Jahren nutzen.
Die Qualität der Geberit-Aktie zeige sich durch die Prämie auf Stufe P/E, EV/EBITDA und EV/EBIT gegenüber den im SPI zusammengefassten Unternehmen. Im Vergleich des 12 Monate vorausschauenden P/E‘s habe sich die Prämie von Geberit gegenüber dem SPI im Jahr 2009 vollständig abgebaut, sei aber inzwischen wieder auf 50% angewachsen. Auch das Preis/Buchwert Verhältnis liege deutlich über dem Durchschnitt der Vergleichsunternehmen.
Aus Sicht der Analysten sei die aktuelle Prämie hoch aber dennoch gerechtfertigt, da Geberit die letzten Jahre im Umsatz organisch schneller gewachsen sei und die besseren Margen ausgewiesen habe wie Konkurrenten. Damit habe das Unternehmen in der Krise (2008/2009) sowie auch im letzten Jahr Marktanteile gewinnen können. Die heutige Positionierung, Innovationskraft sowie die noch wenig erschlossenen Märkte außerhalb Europas würden Geberit ein überdurchschnittliches Wachstum ermöglichen.
Aufgrund der aktuellen Bewertung lassen die Analysten von Sarasin Research die Geberit-Aktie mit "neutral" eingestuft. (Analyse vom 14.03.2012) (14.03.2012/ac/a/a)
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