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Endesa neutral 24.09.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust stufen die Aktien von Endesa (WKN 871028) unverändert mit "neutral" ein.
Gemessen an der Stromproduktion habe der spanische Versorgungskonzern 2001 hinter EDF, Enel und RWE auf Platz vier der europäischen Liga gelegen. Die Spanier hätten 1999 die Kontrolle über Enersis, den größten privaten Energieanbieter in Mittel- und Südamerika, erworben. Mit diesem Engagement würden u.a. Beteiligungen in Argentinien, Brasilien, Chile, Peru und Venezuela gehalten. In der jüngsten Vergangenheit habe die Gesellschaft durch den Einstieg in den italienischen Strommarkt das Engagement auf dem europäischen Kontinent verstärkt. Die hohe Nettoverschuldung dürfte jedoch kurz- bis mittelfristig nennenswerte externe Wachstumsschritte verhindern.
Endesa habe zuletzt per Saldo enttäuschende Geschäftszahlen für das erste Halbjahr 2002 vorgelegt (Umsatz 8,5 Mrd. EUR, +11,8% gg. VJ; EBIT: 1,59 Mrd. EUR, -6,7% gg. VJ). Insbesondere am heimischen Strommarkt habe das Unternehmen aufgrund der Trockenheit (geringerer Anteil der Wasserkraft) sowie der damit einhergehenden höheren Brennstoffkosten (steigender Anteil von gas-, öl- und kohlebefeuerten Kraftwerken) einen deutlichen Einbruch verbucht (EBIT Spanien: 754 Mio. EUR; -28,8% gg. VJ). Gleichzeitig seien die Ergebnisse weiterhin von der Krise in Südamerika (zusätzlicher Rückstellungsaufwand, Währungsverluste per Saldo: rund 710 Mio. EUR) geprägt gewesen. Einzig der v.a. mit der US-Dollarschwäche verbundene Abbau der Verbindlichkeiten - Endesa finanziert die Expansion in Südamerika überwiegend in US-Dollar - habe sich positiv ausgewirkt (geringere Finanzierungskosten).
Die Analysten von Helaba Trust gehen davon aus, daß diese Negativfaktoren auch in den kommenden Quartalen operativ belasten werden. So hätten die Währungen zahlreicher südamerikanischer Staaten (Brasilien, Kolumbien) zuletzt weiter deutlich schwächer tendiert. Daneben sollten die durchschnittlichen Produktionskosten aufgrund der sich fortsetzenden Trockenheit deutlich über dem für Industriekunden festgesetzten Stromtarif von derzeit 3,6 Cent je KWh liegen. Gleichzeitig werde sich die Stromnachfrage vor dem Hintergrund der verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung voraussichtlich leicht abschwächen (Jahresdurchschnitt auf Basis August: 2,7% gg. VJ, Juli: 3,7% gg. VJ, Erwartung: ca. 4% gg. VJ).
Daneben würden die erforderlichen Investitionen in die unterentwickelte heimische Netzinfrastruktur die Rückführung der Nettoverschuldung erschweren. Die Belastungsfaktoren dürften nach dem jüngsten Kursverfall allerdings hinreichend im Aktienkurs enthalten sein. Zudem sollte die mittlerweile moderate Bewertung das Kursniveau nach unten absichern. Gleichzeitig rechnen die Analysten von Helaba Trust damit, daß sich die kürzlich verabschiedeten neuen regulatorischen Rahmenbedingungen im Inland positiv auf Endesa auswirken werden.
Insgesamt empfehlen die Analysten von Helaba Trust daher unverändert eine neutrale Gewichtung des Endesa-Titels.
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