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betandwin.com neutral 20.09.2002
Erste Bank
Die Analysten der Erste Bank stufen die Aktie von betandwin.com (WKN 936172) nach wie vor mit "neutral" ein.
Der österreichische online-Anbieter von Sportwetten habe zuletzt Halbjahreszahlen bekannt gegeben. Während der Umsatz von 10,6 Mio. Euro (2. Quartal 2001) auf 59,5 Mio. Euro (2. Quartal 2002) angestiegen sei, habe sich der Rohertrag von 0,9 Mio. Euro auf 3,4 Mio. Euro verbessert. Der starke Umsatzanstieg sei vor allem auf die seit Dezember letzten Jahres bestehenden Casinoaktivitäten zurückzuführen. Besser als erwartet sei die Rohertragsmarge bei Sportwetten im 1. Halbjahr 2002 von 9,6% gegenüber 6,9% in der Vorjahresperiode des Vorjahres ausgefallen.
Lediglich die EBITDA-Entwicklung habe mit -3,3 Mio. Euro (2. Quartal 2002) gegenüber -2,3 Mio. Euro (2. Quartal 01) enttäuscht. Verantwortlich hierfür würden sich die im Vergleich zum Vorjahr von 3,4 Mio. Euro (2. Quartal 2001) auf 7 Mio. Euro (2. Quartal 2002) markant gestiegenen Aufwendungen (Personal, Marketing) zeigen. Marketing rund um die Fußball WM und eine Beteiligung an einem in Deutschland lizenzierten Wettanbieter seien der Hauptgrund für den starken Anstieg der Aufwendungen gewesen.
Vor allem die Beteiligung am lukrativen deutschen Markt verspreche großes Potenzial. Die Analysten gingen davon aus, dass etwa 70-80% des Marketingbudgets für 2002 aufgebraucht seien und würden somit eine deutliche Entlastung für das zweite Halbjahr erwarten. Infolge sollte sich das EBITDA im 3. Quartal 2002 auf etwa -1,3 Mio. Euro belaufen und im 4. Quartal 2002 erstmals positiv werden. Die liquiden Mittel hätten per 30. Juni 2002 22,6 Mio. Euro betragen. Im Jahr 2004 erwarte man erstmals einen positiven Jahresüberschuss.
Nach wie vor zeige sich, dass der Internetbereich ein stark wachsender Markt sei, in dem vor allem online-gambling (Sportwetten, Casino, Lotterie) starkes Potenzial besitze. Werde das derzeitige Volumen auf etwa 4,8 Mrd. Euro geschätzt (Nordamerika und Europa), so sei ein Anwachsen laut Datamonitor bis 2005 auf 15 Mrd. Euro wahrscheinlich. Insbesondere Sportwetten seien aufgrund der leichten Informationsaufbereitung im Bereich online-gambling stark vertreten.
Sportwetten machten rund 70% des Rohertrages bei betandwin.com aus und profitierten durch Kooperationen mit Sport1.de bzw. Sport1.at. Wenngleich sich Wetten via Mobiltelefon aufgrund der langsamen Übertragungsgeschwindigkeit (GSM 9,6kbit/s) noch nicht hätten durchsetzen können, sei mit der Einführung von GPRS und UMTS eine wesentliche Steigerung in der Benutzerfreundlichkeit zu erwarten. Die Schätzungen der Analysten würden noch kein Wachstum von mobile-gaming beinhalten.
Als reines Internetunternehmen (keine Shops) sei Sportingbet betandwin.com ähnlich. Im Quartalsbericht zum 30. Juni habe Sportingbet die Akquisitionskosten pro aktiven Wettkunden mit rund 470 Euro angegeben. Die Kosten pro registrierten Kunden seien mit 85 Euro angegeben worden. Bei zuletzt 77,000 aktiven Wettkunden und 372,000 registrierten Kunden würde dies betandwin.com mit 31-37 Mio. Euro bewerten. Zuzüglich der liquiden Mittel in Höhe von 22,6 Mio. Euro würde dies einem Aktienkurs von 5-5,7 Euro entsprechen. Da Bewertungen auf Kundenbasis mit großer Unsicherheit behaftet seien, rate man trotz der relativ günstigen Bewertung mit Euro 3 zur Vorsicht.
Das Anlageurteil der Analysten der Erste Bank für die betandwin.com-Aktie bleibt "neutral".
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