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OMV-Aktie: Zahlen Q4/2011-Quartal im Rahmen der Erwartungen


24.02.2012
Erste Bank

Wien (www.aktiencheck.de) - Der Analyst der Erste Bank, Thomas Unger, stuft die OMV-Aktie (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) weiterhin mit dem Rating "kaufen" ein.

Mittwoch sei ein guter Tag für die OMV gewesen. In der Früh habe der Energiekonzern mit der Veröffentlichung des Ergebnisses zum letzten Quartal 2011 alle Erwartungen übertroffen und kurz darauf seien Details zum Gasfund des Exxon Mobil (ISIN US30231G1022 / WKN 852549)/Petrom Konsortiums im Schwarzen Meer bekannt gegeben worden, die diesen zur größten Erdgas-Entdeckung in der Geschichte des Unternehmens gemacht hätten. Dass die Aktie an diesem Tag - entgegen dem ATX (ISIN AT0000999982 / WKN 969191) - um etwa 4% gestiegen sei, habe wenig überrascht.

Das EBIT bereinigt um ölpreisbedingte Lagereffekte vor Sondereffekten sei mit EUR 730 Mio. sehr stark ausgefallen und habe damit um 29% über der Vergleichsperiode 2010 und ähnlich deutlich über den EUR 582 Mio. gelegen, die im dritten Quartal 2011 verzeichnet worden seien. Der bereinigte Periodenüberschuss vor Sondereffekten und nach Minderheiten habe sich auf EUR 326 Mio. belaufen - im Q4 2010 seien es EUR 216 Mio. gewesen. Auch das Niveau vom Vorquartal (3Q11) habe um 40% übertroffen werden können. Der Dividendenvorschlag von EUR 1,10 pro Aktie sei höher als die Erwartung der Analysten von EUR 1,0.

Das Segment Exploration und Produktion (E&P) habe trotz schwächerem Ölpreis (im Vergleich zum Vorquartal) und fehlender Einnahmen aus Libyen (produziert worden sei bereits, aber Erlöse würden erst im laufenden Quartal generiert) ein sehr starkes Ergebnis abgeliefert. Der stärkere US-Dollar und die weiter gesunkene Explorationsaufwendungen hätten sich positiv auf die Profitabilität des Segments ausgewirkt. Ausschlaggebend für die Gewinne im Bereich E&P sei der weiterhin sehr hohe Ölpreis (der durchschnittliche Brent-Preis habe sich um 26% gegenüber 4Q10 erhöht).


Der Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) habe wieder für eine positive Überraschung gesorgt, denn mit EUR 82 Mio. habe das bereinigte EBIT vor Sondereffekten im abgelaufenen Quartal deutlich über dem Vorjahresverlust (EUR -46 Mio.) und der Erwartung der Analysten gelegen. Der geringere Gewinn im Vergleich zum Vorquartal sei auf das saisonalbedingt schwächere Marketinggeschäft (Tankstellen) zurückzuführen. Das EBIT vor Sondereffekten im Bereich Gas & Power (G&P) sei mit EUR 134 Mio. sehr gut ausgefallen, hauptsächlich aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der Verhandlungen über Preisanpassungen mit Gazprom (ISIN US3682872078 / WKN 903276).

Der Gasfund bei der Tiefwasser Explorationsbohrung vor der rumänischen Schwarzmeerküste (Domino-1, Kooperation zwischen Exxon Mobil und Petrom) sei bereits vor einigen Wochen veröffentlicht worden, jetzt seien Details bekannt geworden. Die vorläufigen Schätzungen (auf Basis eines 70,7m mächtigen Gashorizonts) würden sich auf 42 bis 84 Mrd. m³ an Erdgas belaufen - das bis zu Neunfache des österreichischen Jahresverbrauchs. Um dieses Gas fördern zu können, wären jedoch Investitionen in der Höhe von mehreren Milliarden US-Dollar notwendig, der OMV-Vorstand sehe eine mögliche Produktion frühestens zum Ende des Jahrzehnts als realistisch.

Eine weitere, sehr positive Nachricht mit unmittelbaren Folgen sei das Update über den Produktionsstatus in Libyen gewesen: Derzeit stehe der Produktionslevel bereits bei 85% bis 90% des Vorkrisenniveaus. Dies werde sich bereits auf das Ergebnis des ersten Quartals 2012 auswirken, da aus der Produktion im Q1 2012 bereits Öleinnahmen hätten erzielt werden können.

Weiters wichtig zu erwähnen sei, dass das OMV Management eine kürzere Version von Nabucco in Erwägung ziehe. Bei dieser Variante müsste das Nabucco Konsortium vermutlich "nur" eine Pipeline Verbindung zwischen Österreich und der Türkei errichten, wo diese mit der geplanten Trans- Anatolien-Pipeline (die Gas aus Aserbaidschan bringen solle) verbunden werden solle. Damit würde Erdgas aus der kaspischen Region nach Europa gebracht werden (das Ziel des Nabucco Projekts) und das Konsortium müsste dazu weit weniger investieren - sehr zur Freude des OMV-Managements.

Bei dieser Fülle an positiven Meldungen dieser Woche fällt es den Analysten der Erste Bank nicht schwer ihre Kaufempfehlung für die OMV-Aktie sowie das Kursziel von EUR 37 zu bestätigen. (Analyse vom 24.02.2012) (24.02.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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