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Enel Upgrade


19.09.2002
Stadtsparkasse Köln

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln nehmen für die Aktie von Enel (WKN 928624) ein Upgrade von Underperformer auf Marketperformer vor.

Der konsolidierte Nettogewinn habe im ersten Halbjahr 2002 um 41,3% auf 1,375 Mrd. Euro gesteigert werden können. Die Gewinnzunahme sei im Wesentlichen auf außerordentliche Erträge (u.a. Eurogen-Veräußerung für 2,45 Mrd. Euro) zurückzuführen. Operativ habe sich das Ergebnis gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 27% auf 1,44 Mrd. Euro verschlechtert. Das EBITDA sei, auch infolge gesunkener Stromtarife, um 11,7% auf 3,8 Mrd. Euro gesunken. Die Nettoverbindlichkeiten hätten sich um 9% auf 23,9 Mrd. Euro erhöht.

Der erst seit wenigen Wochen amtierende neue Vorstandsvorsitzende Paolo Scaroni habe den in 1999 eingeschlagenen Diversifikationskurs des Konzerns für beendet erklärt. Das Unternehmen wolle sich künftig auf Strom- und Gaserzeugung, Distribution und Verkauf fokussieren. Die Beteiligungen an den verbleibenden Konzerntöchtern (u.a. Telekommunikation, Internet, Wasser, Immobilien) sollten veräußert werden. Im Herbst dieses Jahres wolle Scaroni die neue Strategie detailliert vorstellen.


Der Strategiewechsel sehe neben der Konzentration auf das Kerngeschäft auch eine verstärkte Internationalisierung des bisher vorwiegend auf dem italienischen Markt agierenden Konzerns vor. Insbesondere Spanien, Frankreich und Österreich stünden im Fokus des Interesses. In Enels Kerngeschäft Strom sei in Italien mit weiterhin sinkenden Preisen als Folge der Liberalisierung des dortigen Strommarktes zu rechnen. Enel trete dieser Entwicklung mit Einsparungsmaßnahmen und Modernisierung entgegen.

Bis 2006 solle die Effizienz um 9% gesteigert werden, während im gleichen Zeitraum ein Personalkostenabbau von 30% angestrebt werde. Enel halte derzeit 73% am zweitgrößten italienischen Telekom-Konzern Wind. Der geplante Börsengang von Wind sei aufgrund der schwachen Kapitalmärkte auf das kommende Jahr verschoben worden. Im Rahmen der Veräußerung von Nichtkernbereichen strebe Enel die Trennung von Wind bis spätestens 2004 an.

Aufgrund der Strommarktliberalisierung müsse sich Enel von mehreren Stromerzeugern trennen. Elettrogen habe für 2,63 Mrd. Euro an ein vom spanischen Konzern Endesa geführtes Konsortium abgestoßen werden können. Eurogen sei für 2,45 Mrd. Euro an die Edison-Gruppe veräußert worden. Die dritte Stromtochter Interpower solle noch im Laufe dieses Jahres verkauft werden. Im Gassektor sei Enel durch die Übernahme der Camuzzi Werke (98,6%) ein wichtiger Schritt nach vorne gelungen. Der Kaufpreis in Höhe von 1,04 Mrd. Euro sei ambitioniert, die Übernahme aber strategisch sinnvoll. Der italienische Staat sei noch mit 68% an Enel beteiligt und beabsichtige, seinen Anteil mittelfristig zu reduzieren.

Mit dem angekündigten Strategiewechsel gehe mittelfristig die Trennung von verlustbringenden Beteiligungen und Nichtkernbereichen einher. Dadurch würden dem Konzern liquide Mittel zufließen, die für die weitere Expansion im Kerngeschäft genutzt werden könnten. Da sich Enel jedoch verhältnismäßig spät für die Fokussierung auf das Kerngeschäft entschieden habe, seien den Expansionsplänen Grenzen gesetzt. Grundsätzlich sehe man den Strategiewechsel positiv, neue Impulse für die Aktie erwarte man von der Vorlage der detaillierten Pläne im Herbst.

Die Analysten der Stadtsparkasse Köln sehen nun marktdurchschnittliches Kurspotenzial und stufen Enel daher von Under- auf Marketperformer herauf.




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