Suche
nach Kursen
 Aktien
 Fonds
 Zertifikate
 Optionsscheine
 Optionen & Futures
nach Artikeln
alle Artikel
nur Analysen
nur News
als Quelle
 
WKN/ISIN/Symbol/Name

Login Depot + Forum
 
Passwort vergessen?


   
Aktuelle Kursinformationen ()
Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
-   -   0 0 % /
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
-   -  
 
 
 

Julius Bär bleibt erste Wahl


21.02.2012
Sarasin Research

Zürich (www.aktiencheck.de) - Der Analyst von Sarasin Research, Rainer Skierka, hält an seinem "buy"-Rating für die Aktie von Julius Bär (ISIN CH0102484968 / WKN A0YBDU) fest.

Vor dem Hintergrund weltweit instabiler Finanzmärkte, einer eskalierenden Staatsschuldenkrise in den südeuropäischen Ländern (GIIPS), eines verschärften, regulatorischen Umfelds sowie massiven Währungsverschiebungen, insbesondere eines anhaltend starken Schweizer Frankens, würden die Analysten den Geschäftsverlauf 2011 der Julius Bär Gruppe als über den Erwartungen einstufen. Das globale Wirtschaftsumfeld sei auch 2011 von der wachsenden Dominanz der neu industrialisierten Länder geprägt gewesen. Dieser Trend habe sich auch im rascheren Vermögensaufbau in diesen Märkten verglichen mit den Industrieländern gezeigt, was einschlägige Expertenstudien bestätigen würden. Die Analysten würden davon ausgehen, dass dieser Trend, der sich auch bei Julius Bär widergespiegelt habe, anhalten werde.

Die fristgerechte Erreichung der 2009 formulierten Finanzziele 2012 - Netto-Neugeldwachstum 4 bis 6% p.a., Cost/Income Ratio von 60 bis 64% sowie eine Vorsteuer-Gewinnmarge über 40 Bps - hätten sich, mit Ausnahme des ersten Zieles aufgrund des anhaltend schwierigen Marktumfeldes und der andauernden CHF-Stärke als nicht länger realistisch dargestellt. Konsequenterweise seien die mittelfristigen Ziele angepasst worden. Neu werde ein höheres Cost/Income Ratio von 62 bis 66%, und eine tiefere Vorsteuermarge von >35bps angestrebt, während das Zielband für das Netto-Neugeldwachstum unverändert bei 4 bis 6% bleibe. Dies trotz der vorherrschenden Unsicherheiten bezüglich der Ratifizierung der Abgeltungssteuer-Vereinbarungen mit Deutschland und Großbritannien.

Die Bilanz zeichne sich durch einen tiefen Verschuldungsgrad (Leverage Ratio 20x) und eine im Sektorvergleich starke Eigenkapitalbasis aus. Ende 2011 habe die BIZ Kernkapitalquote Tier 1 nach Basel 2.5 komfortable 21,8% und die BIZ Gesamtkapitalquote 23,9% betragen. Mittelfristig strebe die Julius Bär Gruppe eine BIZ Gesamtkapitalquote von mindestens 16% und eine BIZ Kernkapitalquote Tier 1 von 12% an.


Julius Bär habe darüber hinaus bekannt gegeben, dass die Gruppe keine griechischen, irischen, italienischen, portugiesischen oder spanischen (GIIPS) Staatsanleihen in ihren Büchern habe.

Trotz vorherrschender Bedenken gegenüber dem klassischen Offshore Private Banking, angesichts des zunehmenden politischen Drucks auf das Schweizer Bankkundengeheimnis seitens der USA und der EU sowie nicht auszuschließenden vorübergehenden negativen Auswirkungen auf das Neugeldwachstum in der Schweiz, beweise Julius Bär, dass sie dank einer überzeugenden international ausgerichteten Wachstumsstrategie diese Herausforderungen gut meistere. Ein gewisser Margendruck im Vermögensverwaltungsgeschäft scheine den Analysten bereits eskomptiert zu sein.

Das untermauere ihre positive Einschätzung für die Julius Bär-Aktie und zeige sich auch in den Bewertungsparametern P/E und P/B, auf Basis derer die Aktie mit einer ihres Erachtens gerechtfertigten Prämie im Konkurrenzvergleich gehandelt werde. Schließlich würden die Analysten Julius Bär, aufgrund ihrer starken Marktstellung und überdurchschnittlich hohen Eigenkapitalausstattung mit schätzungsweise über CHF 1,0 Mrd. Überschusskapital, als Gewinner einer zu erwartenden Konsolidierung im Private Banking sehen.

Falls sich in absehbarer Zeit keine passenden Akquisitionen realisieren lassen würden, würden die Analysten einen Abbau des Überschusskapitals durch weitere aktionärsfreundliche Maßnahmen wie die am 6.2.2012 angekündigte Sonderdividende und ein neues, flexibles zweijähriges Aktienrückkaufprogramm von bis zu maximal CHF 500 Mio. erwarten.

Unter den Schweizer Vermögensverwaltern bleibt Julius Bär für die Analysten von Sarasin Research daher die erste Wahl und sie empfehlen die Aktie zum Kauf. (Analyse vom 17.02.2012) (21.02.2012/ac/a/a)




Erweiterte Funktionen
Artikel drucken Artikel drucken
Weitere Analysen & News mehr
 

Copyright 1998 - 2026 optionsscheinecheck.de, implementiert durch ARIVA.DE AG