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Reckitt Benckiser solide finanziert


21.02.2012
Wirtschaftswoche

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Die Experten der "Wirtschaftswoche" halten die Aktie von Reckitt Benckiser (ISIN GB00B24CGK77 / WKN A0M1W6) für ein krisenfesteres Investment.

In Zeiten einer überschuldeten Wirtschaft sei der Verfall der Vermögenspreise Gift. Denn dann würden auch die damit gesicherten Kredite zunehmend problematisch. Dies gelte es zu verhindern - insofern sich Notenbanken um eine Stützung der Vermögenswerte bemühen würden. Nun habe es den Anschein, dass die Mehrzahl der Akteure und Institutionen die längst fällige Entschuldung über Inflation herbeiführen wollten - durch dauerhaft niedriger Zinsen unterhalb der Inflationsraten.

In einem solchen Szenario würden Sachwertanlagen besser abschneiden, was die Experten zur Aussage bringe, dass es wohl eine größeres Risiko sei, keine Aktien zu halten. Allerdings sollte ein solches Werte-Investment dann die Aktien berücksichtigen, die aufgrund ihrer Marktstellung und Preissetzungsmacht in der Lage seien, ihre mit der Inflation anziehenden Kosten an die Kunden weiterzugeben. Zudem sollten sie in einem Nachfragemarkt agieren, der sich weitgehend preisunelastisch und konjunkturresistent verhalte.


Abzuraten sei in diesem Szenario von Aktien, die eine hohe Verschuldungsquote aufwiesen. Denn sollte es dennoch zu einem plötzlichen Wechsel von Inflation zu deflationären Tendenzen und somit einer schwächer laufenden Wirtschaft kommen, könnten schwache Konkurrenten untergehen.

Zu den soliden Unternehmen, die solche Szenarien überleben und dabei Marktanteile gewinnen würden, zähle nach Meinung der Experten der Konsumgüter-Konzern Reckitt Benckiser. Der Hersteller, der in seinem Markenportfolio über Produkte wie Nurofen, Durex, Calgon oder Clearasil verfüge, sei mit einer Eigenkapitalquote von 40% solide finanziert. Bei einer globale Aufstellung und einem Schwellenländeranteil von 42% habe der Konzern stetes Umsatz-, Gewinn- und Dividendenwachstum verzeichnet. Für 2011 lese sich das so: Umsatzpuls von 13% auf 9,49 Mrd. GBP und Nettogewinnplus von 11% auf 1,82 Mrd. GBP. Daraus ergebe sich eine erneute Eigenkapitalrendite von weit über 30%. Die Dividendenzahlung an Aktionäre werde auf 125 Pence (GBp) angehoben, was einer Dividendenrendite von 3,6% entspreche. Das 2012er KGV werde bei 14,5 gesehen.

Nach Einschätzung der Experten der "Wirtschaftswoche" verfügt die Aktie von Reckitt Benckiser über ein positives Chance/Risiko-Verhältnis und der Stopp-Kurs zur Absicherungen eine Engagements soll bei 3.090 GBp gesetzt werden. (Ausgabe 8) (21.02.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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