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Generali untergewichten 17.09.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Generali-Aktie (WKN 850312) mit "untergewichten".
Durch die 81%ige Übernahme des Konkurrenten INA dominiere Generali mit Marktanteilen von 24% bei Leben bzw. 18% bei Schaden/Unfall den dynamischen italienischen Versicherungsmarkt. In Deutschland seien die Italiener mit der AMB-Gruppe die Nummer zwei. Auch in Frankreich, Spanien, Österreich und der Schweiz sei Generali unter den Top Ten platziert.
Außereuropäische Aktivitäten seien bislang nur von untergeordneter Bedeutung. Knapp zwei Drittel der Umsätze (62% gemessen an den Bruttoprämien) entfielen auf das Leben-Geschäft. Mit Blick auf die Aktionärsstruktur halte die Mailänder Investmentbank Mediobanca 13% der Anteile, der Rest befinde sich in Streubesitz.
Mit einem Nettoergebnis von 51 Mio. Euro (-93% gegenüber dem Vorjahr) habe Generali im 1. Halbjahr deutlich unter Erwarten abgeschnitten. Ausschlaggebend seien hierbei hohe Abschreibungen auf das Aktienportfolio (1,6 Mrd. Euro) gewesen. Aber auch die laufenden Kapitalerträge hätten sich negativ entwickelt (-10% gegenüber dem Vorjahr). Positiv sei dagegen die operative Entwicklung verlaufen.
So habe im Schaden- und Unfallgeschäft bei einem Prämienwachstum von 5,4% die kombinierte Schaden-Kosten-Quote von 105,4% auf 104,1% gesteigert werden können. Das technische Ergebnis im Lebengeschäft sei gegenüber dem Vorjahr um 7% gewachsen, habe aber einen Rückgang um 30% gegenüber dem 2. Halbjahr 2002 zu verzeichnen. Vergleichsweise stark bleibe weiterhin die Kapitalausstattung der Italiener.
Nach den insgesamt enttäuschenden Ergebnissen habe man die Ergebnisprognosen deutlich nach unten korrigiert. Der erneute Austausch des Vorstandsvorsitzenden, initiiert durch den Großaktionär Mediobanca, sehe man negativ, da hierdurch der Machtanspruch der Investmentbank zementiert werde. Hier bestehe weiterhin die Gefahr, dass Generali durch Mediobanca zu einer kostspieligen Akquisition gedrängt werde. Die gelegentlich gespielten Übernahmephantasien halte man dagegen in der derzeitigen Situation für sehr unwahrscheinlich. Die hohe Bewertungsprämie (KEKV 2003e: 2,1; Branche: 1,2) gegenüber der Konkurrenz sollte sich daher abbauen.
Vor diesem Hintergrund stufen die Analysten von Helaba Trust die Generali-Aktie auf "untergewichten" ab.
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