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Gillette halten 13.09.2002
IFVB
Die Analysten von "IFVB" stufen die Aktie von Gillette (WKN 853194) mit "halten" ein.
Der US-Konsumgüterhersteller habe im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn gesteigert. Der neue Gillette-Chef James M. Kilts trimme den zuletzt schwächelnden Konzern mit Erfolg wieder auf Wachstumskurs.
Gillette habe im zweiten Quartal 2002 den Umsatz um 5,3% auf 2,024 Mrd. US-Dollar gesteigert (Halbjahr: 3,756 Mrd. US-Dollar). Der Umsatzzuwachs errechne sich allerdings auf Basis neuer Angaben für das Vorjahresquartal. Würde man die Daten zur Grundlage nehmen, die das Unternehmen im zweiten Quartalsbericht 2001 veröffentlicht habe, würde sich eine Verringerung des Umsatzes um 4,4% ergeben.
Die wichtigste Sparte Rasierer und Klingen habe mit einem Wachstum von knapp 10% am meisten zugelegt. Verkaufsschlager seien dabei die Marken Mach3 und Venus gewesen. Den zweiten Platz belege die Zahnpflegesparte mit einem Zuwachs von 8%. Die Bruttomarge betrage 60,6%, das operative Ergebnis liege bei 449 Mio. US-Dollar - nach 375 Mio. im Vorjahr. Der US-Konzern habe im zweiten Quartal 2002 einen Nettogewinn von 293 Mio. US-Dollar (28 Cent je Aktie), nach 232 Mio. (22 Cent je Aktie) im Vorjahresquartal (Halbjahr: 516 Mio. US-Dollar) erwirtschaftet. Das sei eine Steigerung von 26%. Die Nettomarge liege mit 14,5% wieder deutlich über der 10%-Grenze.
Gillette habe viele Jahre lang mit einer sehr breiten und diversifizierten Produktpalette den Umsatz um etwa 12 Prozent pro Jahr gesteigert. Ab 1998 seien die gewohnten Steigerungsraten allerdings ausgeblieben. Vor allem die Batteriesparte habe Marktanteile verloren. Großaktionär Warren E. Buffett hätten die Führungsspitze ausgewechselt. Neuer Vorstandsvorsitzender sei im Januar 2001 James M. Kilts geworden. Kilts genieße den Ruf eines erstklassigen Sanierers - anscheinend nicht zu Unrecht, wie die jüngste Geschäftsentwicklung von Gillette zeige.
Innerhalb eines rigorosen Kostensenkungsprogramms seien Fabriken geschlossen und 2.900 Stellen gestrichen worden. Die Schulden seien verringert worden. Außerdem habe sich das Unternehmen konsequent aus Segmenten zurück gezogen, die nichts mit dem Kerngeschäft zu tun hätten. Dazu gehöre auch der Verkauf der Rechte an Vaniqa im Juni 2002. Dabei handle es sich um eine Creme, die das Bartwachstum bei Frauen stoppen solle. Das Mittel sei in Zusammenarbeit mit dem Pharma-Konzern Bristol-Myers Squibb entwickelt worden. Der Verkauf habe einen Nachsteuererlös in Höhe von 21 Mio. US-Dollar gebracht.
Gillette plane, mit der Initiative Functional Excellence die Kosten zu senken. Mit diesem Programm solle der Aufwand bis 2006 jährlich um bis zu 400 Mio. US-Dollar reduziert werden, bis 2004 würden allerdings die Kosten des Programms die Einsparungen erst einmal überwiegen. Die Mehrheit der Ersparnisse sollten in die Werbung gesteckt werden. Schon jetzt seien im ersten Halbjahr 2002 7,9% vom Umsatz in die Werbemaßnahmen gesteckt worden, ein Anstieg von 10% gegenüber dem Vorjahr. Gerade bei Markenartiklern wie Gillette sei es wichtig, die Produkte im Kopf der Verbraucher präsent zu halten.
Man sehe Gillette weiterhin als solides Basisinvestment im Konsumgüterbereich. Die konsequente Konzentration auf die Kerngeschäftsfelder, die Stärkung der Marken und die Kosteneinsparungen würden den Konzern wieder auf Erfolgskurs bringen. Dennoch schätze man die zukünftigen Wachstumsraten des Unternehmens etwas weniger optimistisch als im Februar ein. Von zweistelligen Umsatzzuwächsen gehe man vorerst nicht mehr aus. Als neuen Inneren Wert der Gillette-Aktie ermittle man 30,45 US-Dollar.
Die Analysten von "IFVB" sind der Ansicht, dass bei einem aktuellen Kurs von 31,23 US-Dollar die Aktie von Gillette eine Halteposition ist.
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