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Enel neutral 13.09.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Enel-Aktie (WKN 928624) mit "neutral".
Mit einer Kraftwerksleistung von 43.500 MW und knapp 30 Mio. Kunden gehöre die italienische Enel S.p.A. zu den größten Energieversorgern der Welt. Neben dem Hauptgeschäftsfeld Energie sei das Unternehmen, das sich nach der Teilprivatisierung 1999 noch zu 68 Prozent in Staatseigentum befinde, mit der Tochter Wind im Telekommunikationssektor tätig.
Der im Jahr 2001 für rund 7,25 Mrd. Euro übernommene Festnetzanbieter Infostrada sei jüngst mit dem Mobilfunkunternehmen zu "New Wind" fusioniert und solle demnächst an die Börse gebracht werden. Zahlreiche Beteiligungen in der Müllentsorgung sowie der Wasser- und Gasversorgung rundeten das Portfolio ab.
Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse des 1. Halbjahres des Geschäftsjahres 2002 hätten überwiegend im Rahmen der Erwartungen gelegen. Demnach habe die Gesellschaft bei Umsätzen von rund 14,4 Mrd. Euro (-2,4% gegenüber dem Vorjahr) ein betriebliches Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 3,87 Mrd. Euro erzielt (-11,7% gegenüber dem Vorjahr).
Das Nettoergebnis habe sich aufgrund zahlreicher Sondereffekte (netto 544 Mio. Euro) um 41,3% auf knapp 1,4 Mrd. Euro erhöht. So habe der Konzern aus dem Verkauf der Stromtochter Eurogen einen Buchgewinn von ca. 2,4 Mrd. Euro verbucht. Dem hätten allerdings unter anderem ein erhöhter Restrukturierungsaufwand (223 Mio. Euro) sowie eine Sonderabschreibung auf den Goodwill von Wind (1,5 Mrd. Euro) gegenüber gestanden.
Mit dem im Juni angetretenen neuen Management werde voraussichtlich ein Strategiewandel einhergehen. So sollten sich die Italiener nach der fehlgeschlagenen Expansion mittlerweile endgültig vom Multi-Utility-Ansatz (u.a. Erschließung des Wassergeschäfts) verabschiedet und den alleinigen Fokus auf den Strom- und Gasbereich gelegt haben. Ferner dürfte der Ausbau der internationalen Aktivitäten (bislang Einstieg in den spanischen Strommarkt) aufgrund der hohen Nettoverschuldung vorerst gestoppt sein.
Angesichts der fortschreitenden Liberalisierung in Italien und des damit verbundenen Margendrucks sollte das oberstes Ziel in den kommenden Jahren sein, durch eine Optimierung des Kraftwerksportfolios (Umwandlung von Ölkraftwerken in gasbefeuerte Anlagen) die Effizienz spürbar zu erhöhen. Gleichzeitig werde eine weitere Mitarbeiterrückführung zur Entlastung der Kostenseite notwendig sein. Darüber hinaus rechne man damit, dass der Abbau der Verbindlichkeiten künftig ganz oben auf der Tagesordnung stehen werde.
Hierfür dürften insbesondere die Erlöse aus dem bevorstehenden Verkauf der Stromtochter Interpower (ca. 1,2 Mrd. Euro) verwendet werden. Der Börsengang von Wind hingegen sollte angesichts der schwierigen Kapitalmarktlage sowie der weiter ausbleibenden nachhaltigen operativen Trendwende dieser Sparte erst 2003 stattfinden. Außerdem schwebe angesichts der Finanzknappheit des italienischen Staates unverändert die Zweitplatzierung von Enel-Aktien über dem Wert.
Insgesamt empfehlen die Analysten von Helaba Trust aufgrund vorerst fehlender Kursimpulse weiterhin eine neutrale Gewichtung des Enel-Titels.
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