|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
UniCredit in den Fängen der Staatsfinanzierungskrise 12.01.2012
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Jörn Lange und Aaron Alber, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von UniCredit (ISIN IT0004781412 / WKN A1JRZM) unverändert mit "kaufen" ein.
Die Marktführerschaft in Zentral- und Osteuropa sollte mittel- bis langfristig wieder als Wachstumstreiber fungieren. Die Restrukturierung im Italiengeschäft (Zusammenlegung der verschiedenen Tochtergesellschaften unter einem Dach) biete Kostensenkungspotenziale.
Die aktuelle Kapitalerhöhung belaste derzeit, danach sollte die Bank aber für viele Herausforderungen gewappnet sein. Die Risikovorsorge im Kundengeschäft sinke bereits leicht. Sollte sich die italienische Wirtschaft deutlich abschwächen, sei aber mit einem erneuten Anstieg zu rechnen.
Angesichts der Probleme des italienischen Staates leide UniCredit unter dem hohen Bestand an italienischen Staatsanleihen (rund EUR 40 Mrd. per 09/2011).
Der seit vergangenem Sommer beobachtete Kurssturz bei der UniCredit- Aktie habe nach Erachten der Analysten zwei Ursachen. Zum einen seien dies Sorgen über den Zustand der italienischen Staatsfinanzen und des Euros. Sollte der italienische Staat nicht mehr in der Lage sein, seine Schulden zu bedienen, dann würden nicht nur UniCredit, sondern die meisten italienischen und viele europäische Banken in eine Schieflage geraten. Dies erscheine den Analysten jedoch sehr unwahrscheinlich.
Zum anderen würden technische Faktoren im Zusammenhang mit der aktuellen Kapitalerhöhung um EUR 7,5 Mrd. für eine derzeit beschleunigte Talfahrt der Aktie sorgen. Kurzfristig werde die Volatilität hoch bleiben und eine Entwarnung für den Investor sei verfrüht.
Allerdings dürften nach Abschluss der Kapitalerhöhung und Platzierung der eventuell nicht gezeichneten Aktien durch die Investmentbanken am Markt einerseits und einer Lösung der italienischen und europäischen Staatsschuldenkrise andererseits fundamentale Argumente wie das künftige Gewinnpotenzial wieder in den Vordergrund rücken. Und auf dieser Basis erscheine die Aktie trotz des hohen Verwässerungseffektes (50 bis 67%) durch die Kapitalerhöhung derzeit sehr attraktiv.
Daher bestätigen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre "kaufen"-Einschätzung für die UniCredit-Aktie, wobei sie aber explizit den mittel- bis langfristigen Zeithorizont betonen. (Analyse vom 11.01.2012) (12.01.2012/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|