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Alcoa Umfeld für die Aluminiumbranche bleibt schwierig


12.01.2012
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) nach wie vor mit "halten" ein.

Beim Umsatz (USD 5,99 Mrd.) hätten im vierten Quartal die Schätzungen der Marktteilnehmer (USD 5,65 Mrd.) übertroffen werden können. Für 2012 gehe Alcoa von einem Wachstum der globalen Aluminiumnachfrage in Höhe von 7% aus, nachdem 2010 noch 10% zu Buche gestanden hätten. Exklusive Einmaleffekte (u. a. Aufwendungen für Werksschließungen) habe sich der Verlust auf USD 0,03 je Aktie belaufen. Damit seien die Konsensusschätzungen genau getroffen worden. Dabei müsse aber angemerkt werden, dass der Markt im September noch einen Gewinn von rund USD 0,3 je Aktie erwartet habe.

Um sich den schwieriger werdenden Marktbedingungen anzupassen, habe das Unternehmen zuletzt eine Kürzung seiner Kapazitäten um 12% verkündet. Der Free-Cash-Flow sei mit USD 656 Mio. höher ausgefallen als erwartet. Allerdings habe dies nur durch eine deutliche Reduktion des Nettoumlaufvermögens erreicht werden können, was in Zukunft aber nicht mehr so einfach zu wiederholen sei. Alcoa habe mit generell steigenden Kosten zu kämpfen. Dies mache sich insbesondere im Bauxit- und Primärmetallbereich bemerkbar.


Erstmals seit mehr als zwei Jahren habe Alcoa wieder einen Quartalsverlust hinnehmen müssen. Alles in allem sei das Ergebnis des Unternehmens vor allem von niedrigeren realisierten Preisen für Aluminium und Bauxit wie auch von zunehmend schwieriger werdenden Marktbedingungen belastet gewesen. Dies gelte speziell für den europäischen Markt.

Nichtsdestotrotz erwarte Alcoa auch für das Jahr 2012 ein Wachstum der globalen Aluminiumnachfrage, welches aber primär von den Emerging Markets getragen werden solle. Wie schon zuletzt würden die Analysten auch für die kommenden Monate kein Nachlassen des Kostendrucks erwarten, der schon im abgelaufenen Quartal negativ belastet habe. Dem wolle der Konzern entgegentreten und die Produktion an teuren Standorten drosseln bzw. schließen.

Alcoa sei es über die letzten Quartale hinweg durchaus gelungen die Produktivität wesentlich zu steigern. Aufgrund der Trüben konjunkturellen Aussichten würden die Analysten aber nicht davon ausgehen, dass sich die Bedingungen in der Aluminiumbranche rasch verbessern würden. Dementsprechend dürfe man sich auch auf Seiten der Absatzpreise keine Entspannung erwarten.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben daher bei ihrer "halten"-Einschätzung für die Alcoa-Aktie. (Analyse vom 11.01.2012) (12.01.2012/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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