|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Lloyds TSB untergewichten 10.09.2002
Helaba Trust
Die Analysten von Helaba Trust bewerten die Lloyds TSB-Aktie (WKN 871784) mit "untergewichten".
Die 1995 aus der Fusion der Lloyds Bank und der TSB Bank hervorgegangene Finanzgruppe konzentriere sich auf das Retail Banking, das Hypothekenbank- und das Versicherungsgeschäft. Eine strategische Neuausrichtung der Bank in Richtung Allfinanzkonzern sei im vorletzten Jahr durch die Übernahme von Scottish Widows enstanden, dem sechstgrößten Lebensversicherer Großbritanniens für rund 7 Mrd. Britischen Pfund (GBP).
Das Verbot der britischen Wettbewerbskommission zur Übernahme der Hypothekenbank Abbey National habe vorerst die weiteren Expansionsbemühungen des Finanzinstituts gestoppt, welches seinen Blick nun nach Kontinentaleuropa richte.
Maßgeblich geprägt worden sei die Gewinnentwicklung im 1. Halbjahr 2002 bei Lloyds TSB durch eine stark erhöhte Kreditrisikovorsorge (+48,3% auf 479 Mio. GBP). Hierzu hätten unter anderem die Engagements bei Enron und Worldcom (70 Mio. GBP) sowie in Argentinien (50 Mio. GBP) beigetragen. Aufgrund äußerst schwacher Wachstumsraten im Hypothekengeschäft (Ergebnis vor Steuern +0,7%) und im Vertrieb von Lebensversicherungen und Investmentprodukten (+2,3% gegenüber demVorjahr) habe das von den Briten erzielte Halbjahresergebnis mit 1.113 Mio. GBP 1,6% unter Vorjahr gelegen. Weil das Eigenkapital im Berichtszeitraum im Zuge von Neubewertungen stark zurückgegangen sei (-12,9% gegenüber dem Vorjahr), sei die annualisierte Eigenkapitalrendite vor Steuern von 25,5% auf 29,2% getsiegen.
Der von Lloyds TSB erzielte Konzerngewinn habe verdeutlicht, dass die Briten im Heimatmarkt an ihre Wachstumsgrenzen gestoßen seien und auf grenzüberschreitende Akquisitionen angewiesen seien. Kritisch sehe man auf Segmentebene vor allem die Lebensversicherungssparte (Scottish Widows). Auch wenn das Unternehmen nach eigenen Angaben erst bei einem FTSE 100-Stand von deutlich unter 3.500 Punkten Kapital nachschießen müsse, dürfte sich im weiterhin schwachen Umfeld die Ertragsentwicklung von "Insurance & Investments" im 2. Halbjahr eher verhalten darstellen.
Die Analysten von Helaba Trust senken daher ihre Ergebnisprognosen (EPS 02e/03e: -8,3%/ -15,6%) und raten angesichts der im Peergroup-Vergleich ambitionierten Bewertung zur Untergewichtung der Lloyds TSB-Aktie.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|