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OMV IPIC interessiert an Anteilserhöhung 09.12.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Thomas Unger, stuft die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) mit "kaufen" ein.
IPIC (Staatsfonds aus Abu Dhabi), als einer der beiden OMV Hauptaktionäre, wolle seine Beteiligung auf zumindest 25% erhöhen und warte nun auf die Genehmigung der Bundeswettbewerbsbehörde. Der arabische Staatsfonds habe in der ersten Jahreshälfte seine Rechte zum Erwerb neuer Aktien bei der Kapitalerhöhung vollständig ausgenützt und zuletzt im Oktober seinen Anteil am österreichischen Ölkonzern von 20,4% auf 24,9% erhöht. Ab nächster Woche solle ein Gesetz in Kraft treten, das dem österreichischen Wirtschaftsministerium ein Vetorecht in solchen Fällen einräume. Unklar sei noch, ob dieses Gesetz bereits auf die Aufstockung der IPIC anzuwenden sein werde. Die ÖIAG halte weiterhin einen Anteil von 31,5%, welcher durch einen Syndikatsvertrag mit den Aktien in IPIC-Besitz verbunden sei.
Die OMV habe am Dienstag zusätzlich bekannt gegeben, dass sie den Ausstieg aus Kroatien und Bosnien-Herzegowina vorbereite. Beide Märkte seien nicht optimal an die OMV-Lieferkette angeschlossen, womit sich die in allen Märkten angestrebte Integration nicht umsetzen lasse. Veräußerungsoptionen der Tankstellennetze in Kroatien (63 Tankstellen) und Bosnien-Herzegowina (28 Tankstellen) würden nun geprüft. Derzeit seien keine weiteren Marktaustritte aus Ländern mit OMV Tankstellen geplant. Wie im Oktober angekündigt, solle durch Veräußerungen im Segment Raffinerien und Marketing (R&M) bis 2014 EUR 1 Mrd. eingenommen werden.
Die Aufstockung durch IPIC sollte sich unterstützend auf den Aktienkurs auswirken. Wie hoch der angestrebte Anteil des arabischen Staatsfonds sei und über welchen Zeitraum dieser erreicht werden solle, sei unklar. Die günstige Bewertung der Aktie spreche für einen weiteren Zukauf durch IPIC. Die Analysten würden jedenfalls davon ausgehen, dass bei der Schwelle von 30% ein Übernahmeangebot zu stellen wäre. Sollte dieser Fall eintreten, sei damit zu rechnen, dass Übernahmefantasien den Aktienkurs beflügeln würden. Die Anzeichen für die Entwicklung der Profitabilität im vierten Quartal seien positiv, da sich der Ölpreis weiterhin auf hohem Niveau habe halten können, während gleichzeitig der US-Dollar gegenüber dem Euro gestiegen sei (was zusätzlich helfe).
Des Weiteren habe CEO Dr. Roiss erst letzte Woche verkündet, dass die Erdölproduktion in Libyen 50% des Vorkrisenniveaus erreicht habe. Das sei eine sehr positive Entwicklung, da die Produktion im dritten Quartal noch völlig stillgestanden habe.
In diesem guten Marktumfeld bei gleichzeitig überraschend schnellem Fortschritt in Libyen erachten die Analysten der Erste Bank die OMV-Aktie als günstig und empfehlen daher zum Zukauf bzw. Einstieg. Das Kursziel werde bei 34 EUR gesehen. (Analyse vom 09.11.2011) (09.12.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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