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ArcelorMittal wachsende Zurückhaltung im Stahlsektor 05.12.2011
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von ArcelorMittal (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2) unverändert mit dem Rating "halten" ein.
Die Eigenproduktion von Eisenerz und Kokskohle habe sich im abgelaufenen Quartal durchwegs positiv entwickelt. So seien die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreswert um satte 42% auf nunmehr USD 1,68 Mrd. gestiegen. Die Menge der abgebauten Kokskohle sei konstant geblieben, die des Eisenerzes hingegen habe um 7,6% auf 14,1 Mio. Tonnen gesteigert werden können.
Im dritten Quartal habe der Stahlkocher beim Umsatz im Jahresvergleich ein Wachstum von 22,6% erzielen können. Auf sequenzieller Basis habe allerdings ein Rückgang um 3,6% auf USD 24,2 Mrd. verzeichnet werden müssen. Hauptverantwortlich hierfür sei neben dem geringeren Verkaufspreis für Stahl (-1,7%) auch der um 4,9% gesunkene Absatz gewesen.
Das Joint Venture mit Peabody Energy (ISIN US7045491047 / WKN 675266) zum Zweck der Übernahme des Kohleproduzenten MacArthur Coal (ISIN AU000000MCC0 / WKN 675540) sei Ende Oktober aufgekündigt worden. Der Konzern habe sich letztendlich entschlossen von einer Minderheitsbeteiligung Abstand zu nehmen und sehe aktuell andere Investitionsmöglichkeiten als besser geeignet.
Betrachte man die einzelnen Divisionen genauer, zeige sich ein getrübtes Bild. Alle Sparten, mit Ausnahme der Division "Mining", hätten herbe Einbußen im EBITDA hinnehmen müssen. Dabei reiche die Spanne im sequenziellen Vergleich von -28,2% bei den Langstahlprodukten in Amerika und Europa bis zu einem Minus von 58,3% in der Division "Distribution Solutions". Höhere Kosten, Margendruck und eine geringere saisonale Nachfrage hätten für das schlechte Ergebnis gesorgt.
ArcelorMittal habe im abgelaufenen Quartal die wachsende Zurückhaltung der Kunden zu spüren bekommen. Die Unsicherheit bezüglich der weiteren weltwirtschaftlichen Entwicklung habe zu Verschiebungen bei den Kundeninvestitionsentscheidungen geführt, was sich aktuell in einer Verringerung der Kapazitätsauslastung von 78% auf 71% widerspiegle. Um der derzeit schwierigen Lage entgegenzuwirken, lege das Unternehmen einzelne Hochöfen still. Fraglich bleibe, inwieweit die eingeschlagenen Restrukturierungsmaßnahmen in dem von den Analysten erwarteten schwachen konjunkturellen Umfeld Früchte tragen würden.
Angesichts dieser Unsicherheiten belassen die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Einschätzung für die ArcelorMittal-Aktie auf "halten". (Analyse vom 02.12.2011) (05.12.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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