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Vienna Insurance Group Ausblick enttäuscht 21.11.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Christoph Schultes, Analyst der Erste Bank, stuft die Vienna Insurance Group-Aktie (ISIN AT0000908504 / WKN A0ET17) mit dem Rating "kaufen" ein.
Die Vienna Insurance Group habe in dieser Woche zu den ersten drei Quartalen dieses Jahres berichtet. Die Bruttoprämien hätten um 4% auf EUR 6,8 Mrd. gesteigert werden können, wobei starke Zuwächse in Polen (+39%) und Tschechien (+9%) die fallenden Prämieneinnahmen in Österreich (-2,2%) mehr als hätten kompensieren können. Treiber sei vor allem der Bereich Schaden/Unfall gewesen, der um 7,5% habe zulegen können. Das Lebensversicherungsgeschäft sei trotz der enormen Zuwächse in Polen rückläufig gewesen, was vor allem an den stark zurückgehenden Einmalerlägen in Österreich gelegen habe. Diese seien in erster Linie auf die gesetzliche Änderung der Mindestbefristung (von zehn auf 15 Jahre) zurückzuführen.
Das Finanzergebnis sei um 10,8% auf EUR 798,6 Mio. gefallen, das Vorsteuerergebnis habe jedoch auch aufgrund einer verbesserten Combined-Ratio (97,2% nach 98,2% im Vorjahr) um 9,6% auf EUR 414,1 Mio. gesteigert werden können. Das Nettoergebnis sei mit EUR 313,3 Mio. um 7,7% höher ausgefallen. Insgesamt habe die Vienna Insurance Group damit genau die Konsensusschätzungen getroffen.
Der Grund für den Kursrückgang habe in einer leicht geänderten Formulierung des Ausblicks gelegen. Während man zu den Halbjahresergebnissen noch das Ziel einer 10%-igen Steigerung des Vorsteuergewinns wiederholt habe, habe man dieses Mal lediglich darauf verwiesen, Volatilitäten bei Prämien und Gewinn vermeiden zu wollen. Im Conference Call habe das Management bestätigt, dass das ursprüngliche Ziel nach wie vor aufrecht sei. Man könne jedoch aufgrund der aktuell instabilen Märkte keinen Ergebniszuwachs garantieren.
Die Formulierung deute dennoch darauf hin, dass man mit eher bescheidenen Prämienzuwächsen in nächster Zeit zu rechnen habe. Mittel- bis langfristig ändere sich nichts an den Wachstumsfantasien in Osteuropa, die alleine schon aufgrund der geringen Versicherungsdichte gegeben sei. Kurzfristig scheinen sich jedoch die Bedenken der Investoren zu mehren, so die Analysten der Erste Bank.
Aus ihrer Sicht bleibe die Aktie auf diesem Niveau nach wie vor attraktiv, auch wenn sie ihre Schätzungen für die nächsten Jahre etwas zurücknehmen müssten. Die Vienna Insurance Group sei nach wie vor hochprofitabel und verfüge über eine sehr starke Bilanz (mit einer Solvency-Ratio von über 200%). Sie müssten zwar davon ausgehen, dass die Aktie noch eine Weile unter ihrem Buchwert notiere, würden aber denken, dass der aktuelle Kurs langfristig gute Einstiegsmöglichkeiten biete. In den kommenden Wochen werde man sehen, ob die polnische Warta an die VIG gehe oder nicht. Eine Akquisition dieser Größenordnung könnte der Aktie wieder etwas Kraft verleihen.
Die Analysten der Erste Bank bewerten die Vienna Insurance Group-Aktie mit "kaufen". Das Kursziel werde bei EUR 40,00 gesehen. (Analyse vom 18.11.2011) (21.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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