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OMV Q3-Zahlen übertrafen Markterwartungen 11.11.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Thomas Unger, stuft die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) mit dem Rating "kaufen" ein.
Mit der Veröffentlichung des Ergebnisses zum dritten Quartal 2011 habe die OMV beim CCS-EBIT (EBIT bereinigt um ölpreisbedingte Lagereffekte) die Markterwartungen übertroffen, während selbige beim Nettogewinn nicht hätten erreicht werden können. Ersteres sei mit EUR 581 Mio. sehr solide ausgefallen - zwar um 8% niedriger als in der Vergleichsperiode 2010, aber deutlich über den EUR 468 Mio., die im zweiten Quartal 2011 verzeichnet worden seien.
Die Produktionsrate im Segment Exploration und Produktion (E&P) habe sich gegenüber dem Vorquartal erholen können, habe aber weiterhin unter den Stillständen in Libyen gelitten, während im Jemen zeitweise habe produziert werden können. Der leicht stärkere USD und die kräftig gesunkenen Explorationsaufwendungen hätten sich positiv auf die Profitabilität des E&P-Segments ausgewirkt. Ausschlaggebend für die Gewinne im Bereich E&P sei weiterhin der sehr hohe Ölpreis (der durchschnittliche Brent-Preis habe sich um 48% gegenüber 3Q 10 erhöht).
Der Druck auf die OMV Referenz-Raffineriemarge habe sich aufgrund des hohen Ölpreises im dritten Quartal fortgesetzt. Die Spanne bleibe auch langfristig betrachtet auf einem sehr niedrigen Niveau. Der CCS-Periodenüberschuss vor Sondereffekten und nach Minderheiten habe sich auf EUR 233 Mio. belaufen - im Q3/2010 seien es EUR 290 Mio. gewesen. Das Niveau vom Vorquartal (2Q 11) habe gehalten werden können. Der Grund, weshalb der Nettogewinn hinter den Erwartungen geblieben sei, sei ein schwächer als erwartetes Finanzergebnis sowie ein sehr hoher Ergebnisbeitrag der Petrom gewesen, welcher die Minderheitenanteile am Nettogewinn erhöht habe.
Auf Segmentebene habe der Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) für eine positive Überraschung gesorgt, denn mit EUR 125 Mio. habe das CCS-EBIT vor Sondereffekten im abgelaufenen Quartal auf Vorjahresniveau (EUR 124 Mio.) und damit weit über dem zweiten Quartal 2011 sowie den Markterwartungen gelegen. Dies sei insbesondere auf das saisonalbedingt starke Marketinggeschäft (Tankstellen) zurückzuführen gewesen. Die türkische Petrol Ofisi habe hier einen Beitrag von EUR 41 Mio. geleistet.
Das Raffineriegeschäft bleibe aufgrund der dünnen Margen schwach. Im Petrochemiegeschäft hätten die Gewinne gegenüber dem Vorquartal (Stillstände in Schwechat) wieder gesteigert werden können. Das Verkaufsvolumen im Bereich Gas & Power (G&P) sei um 54% über dem Vorjahr gewesen, jedoch habe der enorme Margendruck ein solides Ergebnis verhindert und somit sei das EBIT vor Sondereffekten mit EUR 6 Mio. relativ gering ausgefallen.
Der Ausblick sei weitgehend unverändert geblieben. Die Produktionsrate werde nach den Produktionsausfällen das Niveau von 2010 nicht erreichen. Der Nettoverschuldungsgrad der OMV sei aufgrund der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der Ausgabe von Hybridanleihen deutlich gesunken und liege jetzt bei 32,6% und somit nahe der langfristigen Zielmarke von 30%. Derzeit bestehe bei den Schätzungen der Analysten kein dringender Handlungsbedarf, leichte Anpassungen wären möglich, aber diese würden sie erst vornehmen, wenn mehr Klarheit über die Entwicklung des Marktumfeldes im vierten Quartal bestehe.
Am Tag nach der Veröffentlichung des Q3-Ergebnisses habe die OMV verkündet, dass die Gesamtproduktion in Libyen bereits einen Produktionslevel von rund 30% im Vergleich zum Level vor Beginn der Unruhen erreicht habe (das seien etwa 10.000 boe/d). Obwohl dies eine sehr positive Nachricht sei, würden die Analysten dieses Produktionsniveau noch nicht als nachhaltig betrachten, da es auf dem Weg zur politischen Stabilität Libyens sehr leicht zu Rückschlägen (d.h. weiteren Stillständen) kommen könne.
Die Analysten der Erste Bank bleiben aufgrund der günstigen Bewertung der OMV-Aktie bei ihrer "kaufen"-Empfehlung. (Analyse vom 11.11.2011) (11.11.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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