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Intercell einmal Hölle und zurück


14.10.2011
Der Aktionär-online

Kulmbach (aktiencheck.de AG) - Für die Experten von "Der Aktionär-online" ist die Intercell-Aktie (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) der Tipp des Tages.

2009 hätten viele gedacht, dass dem österreichischen Biotech-Unternehmen der Durchbruch gelungen sei. So habe Intercell damals die Zulassung für sein erstes Produkt, den Impfstoff Ixiaro, gegen die Tropenkrankheit Japanische Enzephalitis erhalten. Doch anschließend habe es diverse Rückschläge in der Wirkstoffforschung gegeben und die Ixiaro-Umsätze hätten die hohen Erwartungen nicht erfüllt. Im Geschäftsjahr 2010 sei es somit zu einem Verlust in Höhe von mehr als 255 Mio. Euro gekommen und der Aktienkurs habe sich gegenüber seinem Höchststand mehr als gezehntelt.

Der neue Vorstand, Thomas Lingelbach, räume derzeit bei Intercell auf. Wie er gegenüber den Experten mitgeteilt habe, trage das laufende Restrukturierungsprogramm Früchte. Außerdem seien die Kosten deutlich zurückgefahren worden, das Risiko in der Pipeline sei jetzt ausgewogener und mithilfe vieler Interimsanalysen wolle er auch mehr Visibilität schaffen. Zudem wolle er für Ixiaro auch eine Zulassung für Kinder erhalten. Ein Antrag solle Anfang 2012 gestellt werden.


Analysten würden für das laufende Geschäftsjahr bei Umsätzen in Höhe von 45,1 Mio. Euro einen Verlust von knapp 31 Mio. Euro prognostizieren. Bis 2014/15 wolle Lingelbach den Break-even auf Konzernebene erreichen. Mit einem Cashbestand von 79,8 Mio. Euro zur Jahreshälfte sei die Finanzierung bis dahin gesichert.

An der Börse werde Intercell derzeit mit rund 100 Mio. Euro bewertet. Schon der Wert des Produkts Ixiaro übersteige diese Größe. Den Cashbestand und die komplette Forschungspipeline gebe es gratis obendrauf.

Für die Experten von "Der Aktionär-online" ist die Intercell-Aktie eine hochriskante Turnaround-Spekulation. Das Kursziel sehe man bei 3,50 Euro und ein Stopp sollte bei 1,50 Euro platziert werden. (Analyse vom 14.10.2011) (14.10.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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