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BT Group neutral 15.08.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Aktie der BT Group plc (WKN 794796) wird sich nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln marktkonform entwickeln.
Nach der Trennung vom Mobilfunkanbieter BT Cellnet, der mittlerweile als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen MMO2 firmiere und börsennotiert sei, konzentriere sich das Restgeschäft der neuen BT Group auf die Bereiche BT Retail (Festnetzkunden), BT Wholesale (Festnetzinfrastruktur), BT Ignite (Daten- und IP-Netzwerk) und BT Openworld (Internet Service Provider). Seit dem Demerger der Mobilfunkaktivitäten firmiere die ehemalige British Telecom als BT Group.
Im Frühjahr 2001 sei die umfangreiche Restrukturierung des ehemaligen British Telecom-Konzerns eingeleitet worden, die den Rückzug aus dem Mobilfunk-Geschäft und die Fokussierung auf den Geschäftsbereich Festnetz beinhaltet habe. Die Abspaltung der Mobilfunkaktivitäten sei in erster Linie vor dem Hintergrund der hohen Verschuldung von British Telecom geschehen. Die nun unter BT Group firmierende Festnetzgesellschaft schreibe zwar aktuell Gewinne, verfüge aber kaum über Wachstumschancen.
BT halte trotz der frühzeitigen Liberalisierung im britischen Telekommarkt einen Marktanteil im Festnetz von mehr als zwei Dritteln.
Im ersten Quartal (April bis Juni) des laufenden Geschäftsjahrs seien die Umsätze mit lediglich 2% geringer als erwartet auf 4,59 Mrd. Britische Pfund (GBP) gestiegen. Das schwache Wachstum sei damit begründet worden, dass das Geschäft mit alternativen Telecom-Carriern, die Festnetzkapazitäten von der BT Group anmieten, um eigene Kunden zu bedienen, stagniere. Das EBITDA sei ebenfalls nur leicht auf 1,46 Mrd. GBP gestiegen. Aufgrund der wesentlich geringeren Zinsbelastung und des strikten Sparprogramms sei das Vorsteuerergebnis ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen um 61% auf 322 Mio. GBP geklettert. Die ausländischen Anlaufverluste bei der auf Breitbanddienste und Systemlösungen ausgerichteten Sparte BT Ignite habe man reduzieren können.
Spekulationen über eine Abspaltung der Festnetzinfrastruktur sei vom Vorstand eine Absage erteilt worden.
Durch den radikalen Sparkurs habe man die Großhandelspreise um rund die Hälfte auf 14,75 GBP senken können. Den Angaben zufolge habe BT seit April mehr als 300.000 Kunden für sein Breitband-Angebot gewonnen. Die Kundenzahl solle sich bis zum Sommer des kommenden Jahres auf 1 Mio. und bis 2006 auf 5 Mio. Kunden erhöhen.
Aufgrund eines starken Stellenabbaus erwarte der Vorstand deutliche Effizienzsteigerungen, die sich in der Zukunft ertragswirksam auswirken sollen. Trotz des derzeit langsameren Tempos sehe das Unternehmen noch keinen Grund, von den mittelfristigen Wachstumsprognosen, die zwischen 3 und 5% liegen, abzurücken.
Nach einer Kapitalerhöhung über 13,9 Mrd. GBP, der Ausgliederung des Mobilfunkgeschäfts und dem Verkauf des Großteils der Auslandsbeteiligungen habe sich die Profitabilität des Konzerns eindeutig verbessert. Beim Schuldenabbau komme BT Group besser voran als die europäischen Wettbewerber. Allerdings habe das Unternehmen im Rahmen der Spar-Strategie seine Internationalisierung aufgeben müssen.
Während der Fortschritt bei den Kostensenkungen positiv zu werten sei, habe das flaue Wachstum des Konzerns enttäuscht. Da BT Group nach der Abspaltung der Mobilfunkaktivitäten lediglich noch das Festnetzgeschäft umfasse, sei das Wachstumspotenzial insgesamt gering. Als reiner Festnetzanbieter habe BT Group einen eher defensiven Charakter.
Die Aktien der BT Group sind für das Researchteam der Stadtsparkasse Köln ein Marketperformer.
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