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ArcelorMittal Wirtschaftseintrübung wird sich bemerkbar machen 31.08.2011
Raiffeisen Centrobank
Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von ArcelorMittal (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2) von "kaufen" auf "halten" zurück.
ArcelorMittal könne eine eigene Produktion von Eisenerz und Kokskohle vorweisen. Mit dieser vertikalen Integration profitiere der Stahlkocher von steigenden Rohstoffpreisen. Nach der Akquisition von Baffinland Iron Mines solle nun zusammen mit Peabody Energy der Kohleproduzent Macarthur Coal übernommen werden. Damit wolle ArcelorMittal seine Aktivitäten im Minenbereich weiter ausbauen, der mittlerweile schon einen nicht unerheblichen Teil zum Ergebnis beitrage.
Im zweiten Quartal habe das EBITDA von USD 2,81 Mrd. auf USD 3,41 Mrd. gesteigert werden können. Damit seien die Erwartungen von USD 3,25 Mrd. übertroffen worden. Für das dritte Quartal werde ein EBITDA in der Spanne von USD 2,4 bis 2,8 Mrd. erwartet. Der Konsensus liege bei USD 2,68 Mrd. Der sequentielle Rückgang sei insbesondere auf einen erhöhten Kostendruck zurückzuführen.
Während in den USA im Flachstahlbereich die Profitabilität je Tonne (EBITDA/ Tonne: USD 167) auf einem starken Niveau sei, hinke sie in Europa (EBITDA/Tonne: USD 89) deutlich hinterher. Hier versuche ArcelorMittal einen kostengünstigeren "Hochofen-Mix" zu finden, was aber einige Zeit benötigen werde.
ArcelorMittal habe mit seinen Zahlen für das zweite Quartal die Erwartungen durchaus befriedigen können. Obwohl die Entwicklung bei den Absätzen ein wenig schwächer ausgefallen sei, habe sich die Preisentwicklung (insbesondere in Nordamerika) als die eigentliche Stütze des Ergebnisses erwiesen.
Der Ausblick für die kommenden Monate sei vom Unternehmen eher vorsichtig gestaltet worden, wobei insbesondere steigende Kosten das größte Problem darstellen würden. Durch die sich stark eingetrübten Wirtschaftsaussichten und die dadurch schon klar gefallenen Stahlpreise dürfte ArcelorMittal aber auch noch von anderer Seite Druck verspüren. Insbesondere deswegen, da sich die Absatzpreise beim Großteil der Volumina am Kassamarkt orientieren würden und ein weiterer Preisrückgang durchaus im Rahmen des Möglichen liege.
Obwohl die ArcelorMittal-Aktie schon erhebliche Kursverluste erlitten habe und nach Meinung der Analysten gewisse Risiken sicherlich schon eingepreist seien, sehe man das Unternehmen aufgrund seiner eher zyklischen Ausrichtung ein wenig vorsichtiger.
Daher ändern die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Einschätzung für die ArcelorMittal-Aktie von "kaufen" auf "halten". (Analyse vom 30.08.2011) (31.08.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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