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Telekom Austria geringere Prognose der Erlöse in Weißrussland und Bulgarien 26.08.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vera Sutedja, hat die Aktie der Telekom Austria (ISIN AT0000720008 / WKN 588811) diese Woche auf "verkaufen" heruntergestuft.
Das Kursziel sei von EUR 11,00 auf EUR 5,50 reduziert worden. Zirka 60% der Kurszielreduktion seien auf geringere Prognose der Erlöse in Weißrussland und Bulgarien zurückzuführen. Das Segment Weißrussland leide seit Mai dieses Jahres unter einer 50 bis 60%igen Währungsabwertung.
Das größte internationale Segment Bulgarien leide unter einer schwachen heimischen Konjunkturentwicklung und einem hohen Wettbewerbsdruck. Außerdem würden die Analysten erwarten, dass die Mobilterminierungsentgelte in Bulgarien von 6,6 Eurocents auf 1,5 bis 2 Eurocents im Jahr 2012 gesenkt würden. Die restliche Kurszielreduktion sei auf höhere Risikoprämien wegen der ungesunden Bilanzstruktur zurückzuführen.
Das Eigenkapital der Telekom Austria habe per Ende Juni 2011 nur mehr EUR 755 Mio. betragen, was einer niedrigen Eigenkapitalquote von 10,7% (vs. CEE-Konkurrenz: 55%) und einem hohen Verschuldungsgrad (Nettoverschuldung/Eigenkapital) von mehr als 400% (vs. CEE-Konkurrenz: 69%) entspreche. Das Eigenkapital sei seit 2007 stark gesunken. Zwischen 2007 und 2011 habe die Telekom Austria insgesamt EUR 1,67 Mrd. an Dividenden ausbezahlt. Das entspreche 225% der gesamten Nettogewinne (EUR 750,6 Mio.) in diesem Zeitraum.
Darüber hinaus habe die Telekom Restrukturierungsaufwendungen von EUR 949 Mio. in Österreich und eine Firmenwert-Abschreibung von EUR 290 Mio. für die weißrussische velcom gebucht. Die Abwertungen der weißrussischen Währung im Jahr 2009 von 33% und im Mai 2011 von 50 bis 60% hätten zu negativen Währungseffekten in Höhe von EUR 674 Mio. geführt. Wegen diesen Faktoren sei das Eigenkapital von EUR 2,57 Mrd. im Jahr 2007 auf EUR 755 Mio. im Juni 2011 gefallen.
Zusätzlich werde die Telekom Austria eine Dividende von mindestens EUR 0,76/Aktie für 2011 und 2012 ausschütten, was deutlich höher als die Nettogewinnprognose der Analysten sei. Das Eigenkapital werde deswegen weiter sinken. Der gesamte Firmenwert von EUR 1,4 Mrd. sei 86% höher als das bilanzielle IFRS-Eigenkapital. Nach Meinung der Analysten müsste die schwache Bilanzstruktur mittelfristig zu höheren Fremdkapitalkosten führen. Zusätzlich würden die Analysten finden, dass die geringe EK-Quote nicht ausreiche, um die Volatilitäten des Geschäfts mühelos meistern zu können.
Daher ist die Telekom Austria-Aktie in diesem Umfeld für die Analysten der Erste Bank eine Verkaufsempfehlung. (Analyse vom 26.08.2011) (26.08.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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