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voestalpine berichtet wie erwartet gut


19.08.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Franz Hörl, stuft die voestalpine-Aktie (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) mit dem Rating "kaufen" ein.

Die voestalpine-Zahlen für das erste Quartal 2011/12 hätten genau die Analysten-Erwartungen getroffen und dank eines verbesserten Finanzergebnisses sei das Nettoergebnis nach Minderheiten (+89% auf EUR 189,9 Mio.) sogar um 5% besser als erwartet ausgefallen. Mit Ausnahme der Baubranche sei die Nachfrage aus allen wichtigen Kundenindustrien auf einem hohen Niveau geblieben. Sequenziell (verglichen mit Q4 2010/2011) sei das EBIT trotzdem um EUR 9 Mio. auf EUR 317,6 Mio. gesunken.

Der leichte Ergebnisrückgang erkläre sich aus knapp 10% geringeren Versandvolumen in der Stahl Division zum Glätten der Produktionsausfälle im Zuge der im August stattfindenden Kapazitätserweiterungen (von 5,5 auf 6,0 Mio. Jahreskapazität) in Linz. Da die Stahldivision teilweise auf Vorrat produziert habe, sei die Nettofinanzverschuldung im Quartalsverlauf geringfügig auf EUR 2.780 Mio. gestiegen - in den kommenden Quartalen solle das Vorratsvermögen jedoch wieder abgebaut werden und sich der Cashflow somit verbessern.


voestalpine gehe für 2011/12 weiterhin von einer substanziellen Steigerung des EBIT aus. Die Turbulenzen auf den Finanzmärkten hätten bisher noch nicht auf die Nachfrage der Kunden ausgewirkt und abgesehen von saisonalen Schwankungen gehe das Unternehmen von einer stabilen Entwicklung der wichtigsten Kundenindustrien aus. Um die Kapazitätserweiterungen in Linz durchzuführen, müsse die Stahlproduktion im zweiten Quartal jedoch um 12% reduziert werden.

Aufgrund des saisonal schwächeren Geschäftes und den Erweiterungsarbeiten halte der Vorstandsvorsitzende Eder persönlich einen sequenziellen Rückgang des EBIT im zweiten Quartal um rund 25% für möglich, bevor sich der operative Gewinn wieder auf mehr als EUR 300 Mio. in den Folgequartalen steigere. Obwohl die Auftragsbücher der voestalpine bisher noch keine wesentliche Abschwächung der Nachfrage signalisieren würden, würden die Analysten in ihrer nächsten Analyse ihre Gewinnschätzungen und ihr Kursziel von EUR 41,00 aufgrund zunehmend schlechterer makroökonomischer Vorlaufindikatoren nach unten korrigieren. In Summe würden sie jedoch die jüngsten Kursrückgänge für überzogen halten.

Die Analysten der Erste Bank bewerten die voestalpine-Aktie mit "kaufen". (Analyse vom 19.08.2011) (19.08.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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