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OMV Nettogewinn über den Erwartungen


12.08.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) mit "kaufen" ein.

Mit der Veröffentlichung des Ergebnisses zum zweiten Quartal 2011 habe die OMV beim Nettogewinn die Markterwartungen übertroffen, während selbige beim CCS EBIT (EBIT bereinigt um ölpreisbedingte Lagereffekte) nicht hätten erreicht werden können. Letzteres sei mit EUR 468 Mio. relativ schwach ausgefallen - um 25% niedriger als in der Vergleichsperiode 2010 und noch deutlicher unter den EUR 726 Mio., die im ersten Quartal 2011 verzeichnet worden seien.

Die Abschwächung sei größtenteils auf das Explorations- und Produktionssegment (E&P) zurückzuführen, wo die Produktionsrate unter den Stillständen in Libyen und im Jemen gelitten habe. Die Unruhen in Nordafrika und im Nahen Osten hätten zu einem Produktionsstopp etwa zur Hälfte des ersten Quartals geführt, womit der volle Effekt des Ausfalls erst im zweiten Quartal sichtbar gewesen sei. Weiter hätten der schwache USD und stark gestiegene Explorationsaufwendungen auf die Profitabilität des E&P-Segments gedrückt.

Der hohe Ölpreis (der durchschnittliche Brent-Preis habe sich um 50% gegenüber 2Q/2010 erhöht) habe diese Effekte nicht kompensieren können. Der Druck auf die OMV Referenz-Raffineriemarge habe sich aufgrund des hohen Ölpreises im ersten Quartal fortgesetzt. Die Spanne bleibe auch langfristig betrachtet auf einem sehr niedrigen Niveau.


Der CCS-Periodenüberschuss vor Sondereffekten und nach Minderheiten habe sich auf EUR 236 Mio. belaufen - in Q2/2010 seien es EUR 314 Mio. gewesen. Auch im Vergleich zum starken Ergebnis im Vorquartal (1Q/2011) sei der Nettogewinn wieder merklich zurückgekommen. Dennoch sei der bereinigte Periodenüberschuss klar über der Analystenerwartung und jener des Marktes (EUR 216 Mio.), was größtenteils durch die gesunkene Steuerlast zu erklären sei (durch die Ausfälle in Libyen würden die dortigen extrem hohen Abgaben wegfallen).

Auf Segmentebene dominiere weiterhin der Bereich Exploration und Produktion (E&P). Das Upstream-EBIT vor Sondereffekten sei gegenüber 2Q/2010 um 22% (aufgrund der oben beschriebenen Entwicklungen) auf EUR 439 Mio. gefallen. Der Bereich Raffinerien und Marketing (R&M) habe enttäuscht, denn mit EUR 11 Mio. habe das CCS EBIT vor Sondereffekten im abgelaufenen Quartal trotz Konsolidierung der türkischen Petrol Ofisi deutlich unter dem Vorjahresniveau (EUR 120 Mio.) und der Analystenerwartung gelegen. Dies sei insbesondere auf die weiter gesunkenen Raffineriemargen und das schwache Marketinggeschäft (Tankstellen) zurückzuführen gewesen.

Das Marktumfeld für das Petrochemiegeschäft sei zwar sehr gut gewesen, jedoch habe die OMV nur teilweise davon profitieren können, da die entsprechende Anlage in Schwechat aufgrund planmäßiger Wartungsarbeiten sechs Wochen stillgestanden habe. Das Verkaufsvolumen im Bereich Gas & Power (G&P) sei saisonbedingt niedriger als das Vorquartal gewesen. Trotz Margendrucks habe mit einem EBIT vor Sondereffekten von EUR 26 Mio. das Vorjahresniveau übertroffen werden können. Der Ausblick sei weitgehend unverändert geblieben. Die Produktionsrate werde nach den Produktionsausfällen das Niveau von 2010 nicht erreichen.

Der Nettoverschuldungsgrad der OMV sei aufgrund der kürzlich durchgeführten Kapitalerhöhung sowie der Ausgabe von Hybridanleihen deutlich gesunken und liege jetzt bei 34% und somit nahe der langfristigen Zielmarke von 30%. Die Analysten würden ihre Schätzungen für 2011 nach unten anpassen, was sich negativ auf das Kursziel (zuletzt EUR 40) auswirken sollte. Nichtsdestotrotz bleibe die OMV-Aktie unterbewertet und auf dem derzeitigen Kursniveau ein sehr attraktives Investment. Allerdings müsse darauf hingewiesen werden, dass die OMV stark vom Marktumfeld abhängig sei und sich ein weiteres Abrutschen des Ölpreises negativ auf die Profitabilität des Konzerns auswirken würde.

Die Analysten der Erste Bank raten, die OMV-Aktie zu kaufen. (Analyse vom 12.08.2011) (12.08.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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