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Verbund mäßige Q2-Ergebnisse 29.07.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Der Analyst der Erste Bank, Christoph Schultes, stuft die Aktie von Verbund (ISIN AT0000746409 / WKN 877738) mit dem Rating "halten" ein.
Der Verbund habe in dieser Woche die Zahlen für die erste Hälfte des aktuellen Geschäftsjahres präsentiert. Die Umsätze hätten um 18% auf EUR 1.868 Mio. gesteigert werden können. Das operative Ergebnis habe leicht (+2%) auf EUR 389 Mio. gehoben werden können und das trotz einer katastrophalen Wasserführung, die in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 14% unter dem langjährigen Durchschnitt gelegen habe. Das Finanzergebnis habe erneut enttäuscht.
Die ausländischen assoziierten Unternehmen hätten das Konzernergebnis mit EUR -36 Mio. belastet, was auf Kursverluste aus der Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten in der Türkei, der schwierigen Marktsituation in Italien sowie Restrukturierungsmaßnahmen in Frankreich zurückzuführen gewesen sei. Das Nettoergebnis sei somit um 16% auf EUR 176 Mio. gefallen und habe damit unter den Analystenerwartungen gelegen.
Dass die Aktie dennoch ein wenig habe zulegen können, sei auf zwei Tatsachen zurückzuführen gewesen. Zum einen sei der Ausblick eines in etwa gleichbleibenden Ergebnisses (sowohl operativ als auch Konzernergebnis) beibehalten worden, zum anderen sei der Verkauf der französischen POWEO S.A. (ISIN FR0004191674 / WKN A0DJ8S) vermeldet worden. Zwar müsse der Verbund die thermischen Assets in Frankreich zumindest bis 2013 noch behalten, die Holding Gesellschaft sei man jedoch los. Bis Ende 2010 seien in Frankreich Verluste in Höhe von EUR 165 Mio. eingefahren worden. Die Aussicht, dass dieses finanzielle Desaster irgendwann ein Ende nehme, habe der Aktie Auftrieb gegeben.
Im Conference Call habe das Management bestätigt, dass sich die Wasserführung im Juli deutlich verbessert habe. Unter normalen Umständen, sprich bei durchschnittlicher Wasserführung, sollte ein operatives Ergebnis in Höhe des Vorjahresergebnisses möglich sein. Beim Konzernergebnis werde dies nach Meinung der Analysten nicht so leicht möglich. Sie würden daher ihre Gewinnschätzung für dieses Jahr leicht zurücknehmen. Für 2012 seien sie deutlich zuversichtlicher. Gestiegene Strompreise (Futures), höhere Kapazitäten und vor allem auch wieder ein positiver Ergebnisbeitrag der Auslandsgesellschaften sollten zu einem deutlichen Anstieg der Ergebnisse führen.
Dennoch sei die Aktie aktuell nicht billig. Das KGV für 2011 liege aktuell bei über 25x, und auch die prognostizierten Ergebnisanstiege 2012 würden das KGV vermutlich nicht unter 15x drücken (basierend auf den aktuellen Aktienkurs). Andere Versorgerwerte würden zudem eine zwei bis drei Mal höhere Dividendenrendite ausweisen.
Der Verbund ist zwar die perfekte Wette, um auf steigende Strompreise zu setzen, derzeit aus Sicht der Analysten der Erste Bank jedoch nur eine "halten"-Empfehlung. Das Kursziel werde bei 34 Euro gesehen. (Analyse vom 29.07.2011) (29.07.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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