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OMV stark unterbewertet 22.07.2011
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Thomas Unger, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von OMV (ISIN AT0000743059 / WKN 874341) weiterhin mit "kaufen" ein.
Das heute von der OMV ausgesendete Trading Statement, in dem sich im Vorfeld des Halbjahresergebnisses (10. August 2011) grundlegende Informationen zum abgelaufenen, zweiten Quartal finden würden, sei unter den Analysten-Erwartungen geblieben. Die Produktionsausfälle in Libyen und im Jemen hätten sich, wie erwartet, massiv auf die eigene Produktionsrate im Bereich Exploration und Produktion (E&P) ausgewirkt. Während im Vorquartal noch Öl produziert habe werden können, bis die Unruhen auf die beiden Länder überschwappt seien, habe die Produktion dort im gesamten zweiten Quartal stillgestanden. Folglich sei die OMV-Produktionsrate nach 320.000 boe/d in Q4/2010 (ohne Unterbrechungen) und 304.000 boe/d im Vorquartal (teilweise Stillstände) weiter auf 275.000 boe/d im zweiten Quartal 2011 gesunken.
Wegen zusätzlichen, temporären Stillständen in Österreich, Neuseeland und Großbritannien (Wartungsarbeiten) habe die Erwartung der Analysten von 283.000 boe/d nicht erreicht werden können. Negativ im Bereich E&P würden sich auch höhere Explorationskosten auswirken, die vorwiegend auf Abschreibungen nicht fündiger Bohrungen in Großbritannien und Australien sowie einer Explorationslizenz in Kasachstan zurückzuführen seien.
Die weitere Verteuerung des Ölpreises im zweiten Quartal sei für das Segment natürlich positiv, werde aber durch die negative Wirkung der neuen Ölpreis-Hedges (EUR -47 Mio.) und dem schwachen USD aufgewogen.
Im Bereich Raffinerien & Marketing (R&M) hätten schwache Mitteldestillate-Spreads wieder zu einem Rückgang der OMV-Raffineriemarge geführt, sie sei von USD 2,30/bbl im Vorquartal auf USD 1,51/bbl im abgelaufenen Quartal gefallen. Ein weiterer Grund für diese Entwicklung sei der starke Anstieg des Ölpreises gewesen, der nicht nur die Rohstoffkosten der Raffinerien erhöhe, sondern auch deren Energieverbrauch verteuere.
Abermals habe Positives aus dem Gas & Power Segment gemeldet werden können, wo die Verkaufsmenge vs. Q2/10 um 43% habe gesteigert werden können (auf 4,69 Mrd. m³). Die Margen im Gasgeschäft würden jedoch unter Druck bleiben. Das Unternehmen habe Netto-Sonderaufwendungen in der Höhe von EUR 30 Mio. verbucht, die größtenteils auf die Abschreibung einer Explorationslizenz in Kasachstan zurückzuführen seien und das E&P-EBIT belasten würden.
Obwohl das Trading Statement auf den ersten Blick nicht viel Positives zu bieten habe, dürfe der Blick auf das Ganze nicht verloren gehen. Das Quartalsergebnis werde vermutlich schwächer werden als das erste dieses Jahres, jedoch sollte es aus heutiger Sicht auch kein schlechtes Ergebnis werden. Erfreulich sei beispielsweise die Entwicklung der Öl- und Gasproduktion der Petrom gewesen, die gegenüber den Vergleichsquartalen sogar habe gesteigert werden können.
Ferner könnte die OMV-Produktionsrate in Q2 einen Tiefstand erreicht haben, da das Unternehmen diese Woche verkündet habe, dass die Schäden an der Exportpipeline im Jemen wieder repariert worden seien und somit das Haban-Ölfeld wieder hochgefahren werden könne. Derzeit bestehe noch kein Anpassungsbedarf der Schätzungen der Analysten, leichte Änderungen seien aber nach dem Quartalsergebnis nicht auszuschließen.
Die OMV-Aktie ist nach wie vor fundamental stark unterbewertet und daher bleiben die Analysten der Erste Bank bei ihrer Kaufempfehlung. Das Kursziel werde bei EUR 40,00 gesehen. (Analyse vom 22.07.2011) (22.07.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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