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Alcoa Kostendruck macht sich bemerkbar


18.07.2011
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Johannes Mattner, Analyst der Raiffeisen Centrobank, stuft die Aktie von Alcoa (ISIN US0138171014 / WKN 850206) weiterhin mit "halten" ein.

Beim Umsatz habe ggü. dem Vorjahr eine Verbesserung um 27% auf rund USD 6,6 Mrd. erzielt werden, womit Alcoa auch die Konsensusschätzungen von USD 6,31 Mrd. übertroffen habe.

Alcoa habe seine Erwartungen hinsichtlich des globalen Nachfragewachstums bestätigt. Der Konzern gehe somit weiterhin von einer Steigerung von rund 12% aus. Zudem werde in allen Endmärkten ein Wachstum erwartet. Der Gewinn je Aktie aus fortgeführten Geschäftsaktivitäten habe sich auf USD 0,28 belaufen (Steigerung um rund 138% ggü. Vorjahresquartal). Exklusive Einmaleffekte habe ein Gewinn je Aktie von USD 0,32 erwirtschaftet werden können. Damit seien die Markterwartungen von USD 0,33 je Aktie knapp verfehlt worden.


Der schwache USD präsentiere sich weiter als Belastungsfaktor. Alcoa verkaufe seine Waren zwar in USD, die Kosten bei den weltweit verteilten Produktionsstandorten würden aber in lokaler Währung anfallen. Zudem würden auch steigende Energiekosten für Druck auf die Margen sorgen.

Alcoa habe sein Ergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum klar steigern können, allerdings die Erwartungen beim Gewinn nicht ganz getroffen. Positiv auf die Ergebnisentwicklung hätten sich insbesondere Preissteigerungen bei Tonerde wie auch Aluminium, eine verbesserte Produktivität und ein höherer Umsatz ausgewirkt. Allerdings hätten sich einmal mehr der schwache USD und erhöhte Kosten für Energie, wie auch Rohstoffe als Belastungsfaktor erwiesen. Dies zeige sich deutlich in der Primärmetallsparte, wo zwar die durchschnittlich erzielten Absatzpreise klar höher als noch im ersten Quartal ausgefallen seien, allerdings habe das Ergebnis nur stagniert und die EBITDA-Marge sei sogar rückläufig gewesen. Letztere habe im Übrigen auch auf Konzernebene stagniert.

Obwohl das Management in den vergangenen beiden Jahren das Unternehmen deutlich schlanker gemacht habe, gehe man davon aus, dass der Kostendruck auch in den kommenden Monaten nicht abnehmenden werde, da es momentan überhaupt keine Anzeichen für eine solche Entwicklung gebe. Dementsprechend werde eine Margenexpansion nur schwer vonstatten gehen.

Die Analysten der Raiffeisen Centrobank bleiben daher bei ihrer "halten"-Einschätzung für die Alcoa-Aktie. (Analyse vom 15.07.2011) (18.07.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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