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Intercell Zahlen für das erste Quartal 2011


13.05.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Vladimira Urbankova, Analystin der Erste Bank, stuft die Intercell-Aktie (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) weiterhin mit "halten" ein.

Zu Beginn der Woche habe das österreichische Biotech-Unternehmen die Zahlen für das erste Quartal 2011 veröffentlicht. Beflügelt durch steigende Verkaufszahlen des Flagshipprodukts Ixiaro (Anstieg von EUR 0,4 Mio. im Q1 2010 auf EUR 3,3 Mio. im Q1 2011) sowie durch die massiven Einsparungen (vor allem Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, -55,8%) habe Intercell den Nettoverlust gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr um 23,4%, auf EUR 11,3 Mio. verringern können. Die Cashposition Ende März 2011 habe EUR 87,7 Mio. betragen. Für das Gesamtjahr 2011 erwarte das Management weiterhin - trotz des erwarteten IXIARO/JESPECT-Umsatzwachstums (um 60 bis 70% im Jahresvergleich) - einen Nettoverlust von EUR 30 bis 40 Mio.


Nicht nur die Quartalszahlen sondern auch die Ankündigungen des neuen Intercell CEOs, Lingelbach, hätten für Aufsehen am Markt gesorgt: Während der Intercell Chef die neue, in Vorbereitung stehende Strategie als Evolution statt Revolution bezeichnet habe, habe dieser ebenso vermittelt, dass alle Optionen, einschließlich eines Verkaufs des Unternehmens, evaluiert würden. Dies sei jedoch nicht die bevorzugte Option des Managements. Laut Lingelbach wolle Intercell auch alle Partnerschaftsverträge neu untersuchen, um die Erträge zu maximieren. Eine Risiko/Nutzen-Analyse der F&P Pipeline solle durchgeführt werden, um die Risken zu minimieren und um das Unternehmen langfristig auf einen finanziell nachhaltigen Weg zu bringen. Intercell prüfe weiters die Möglichkeit, sich mehr und direkter an den Verkäufen von Ixiaro zu beteiligen.

Basierend auf dem erwarteten Anspringen der IXIARO/JESPECT-Verkäufe in der zweiten Jahreshälfte (mit deutlichem Anstieg der Verkäufe an das US-Militär) und weniger starken Einschnitten beim F&E-Aufwand im Zusammenhang mit den wichtigen klinischen Studien (vor allem die des immunstimulierenden Pflasters gegen pandemische Grippe und die Vorbereitung der nächsten Pseudomonas Impfstoffstudie) würden die Analysten ihre Prognosen für 2011 unverändert lassen. Zusammenfassend würden sie glauben, dass, obwohl die News dieser Woche optimistisch klingen würden, sie noch keinen Grund hätten, ihre Schätzungen zu ändern und würden es bevorzugen, auf die neue Strategie (die zur Hauptversammlung am 10. Juni vorgestellt werden solle) zu warten.

Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer konservativen Einstellung und der "halten"-Empfehlung für die Intercell-Aktie. Das Kursziel werde bei 8,50 Euro gesehen. (Analyse vom 13.05.2011) (13.05.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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