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Endesa Outperformer 24.07.2002
Stadtsparkasse Köln
Die Analysten der Stadtsparkasse Köln empfehlen den Kauf von Aktien der Endesa S.A. (WKN 871028).
Empresa Nacional de Electricidad (Endesa) erzeuge, transportiere und verteile elektrischen Strom an Endverbraucher sowie an in- und ausländische Regionalversorger. Auch auf dem Gebiet der Versorgung mit Gas und Wasser sei Endesa aktiv. Das Unternehmen sei Marktführer im Heimatmarkt Spanien sowie der führende transnationale Stromversorger Südamerikas mit einem Marktanteil von etwa 10 Prozent. Darüber hinaus halte das Unternehmen knapp 30% an der spanischen Telekommunikationsholding Auna, zu der unter anderem der Festnetzbetreiber Retevision, die Mobilfunkfirma Amena sowie der ISP eresMas gehören.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2002 sei der Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 10,8% auf 8,2 Mrd. Euro gewachsen. Das EBITDA sei hingegen um 5,3% auf 2,5 Mrd. Euro gesunken. In Spanien habe sich unter anderem wegen nicht kostendeckender Stromtarife ein Betriebsverlust von 366 Mio. Euro ergeben. In Lateinamerika habe man das operative Ergebnis trotz der unsicheren Situation in Argentinien und Brasilien um 6% auf 708 Mio. Euro steigern können. Im Berichtszeitraum habe Endesa die relativ hohe Verschuldung um 1,6 Mrd. Euro auf 23,4 Mrd. Euro reduzieren können.
Das Engagement in Argentinien sei bereits vor Ausbruch der Krise gesenkt worden. Auf das Argentinien-Geschäft entfalle nun weniger als ein Viertel des gesamten Lateinamerika-Geschäftes. Auf Letzteres entfalle ein EBIT-Anteil von circa 40 Prozent. Lateinamerika biete dem Unternehmen auf langfristige Sicht ein hohes Wachstumspotenzial, bleibe aber kurzfristig ein nicht zu unterschätzender Unsicherheitsfaktor.
Nach dem Verkauf der Tochter Viesgo für 1,9 Mrd. Euro an den italienischen Konzern Enel plane Endesa den Verkauf weiterer Beteiligungen außerhalb des Kerngeschäftes. Im Gegenzug seien bis 2006 Investitionen in Höhe von 13 Mrd. Euro vorgesehen. Davon sollen rund 6,1 Mrd. Euro in Wartung und Erneuerung, sowie 6,9 Mrd. Euro in organisches Wachstum investiert werden.
Jüngst sei die bereits vereinbarte Übernahme zweier kommunaler Versorger in den Niederlanden gescheitert. Als Grund seien die veränderten Liberalisierungs-Bedingungen der Niederlande angeführt worden. Der Konzern wolle sich nun verstärkt auf den Bau erdgasbetriebener Stromkraftwerke konzentrieren, die in Spanien als Kraftwerkstypen der Zukunft gelten.
Die von der spanischen Regierung auferlegte Senkung der Stromtarife habe für einen Einbruch im innerhalb Spaniens erwirtschafteten operativen Ergebnis gesorgt. Die Regierung arbeite nun an einem neuen Tarifmodell, welches Anfang 2003 in Kraft treten solle. Für Endesa sei dieser Umstand ein Unsicherheitsfaktor, der aber Hoffnung auf künftig bessere und kalkulierbarere Margen nähre. In Spanien besitze das Unternehmen einen Marktanteil von mehr als 40 Prozent. In der gesamten EU gelte Spanien als Markt mit außergewöhnlichem Wachstumspotenzial, sowohl im Strom- als auch im Gasbereich. Wesentlicher Grund dafür seien die zu erwartenden hohen Verbrauchssteigerungsraten sowie kaum vorhandene Überkapazitäten.
Auch Endesa habe sich den jüngsten Turbulenzen an den Aktienmärkten nicht entziehen können. Auf dem aktuellen Kursniveau sei die Aktie im Branchenvergleich sehr günstig bewertet. Die Abkehr von weiteren teuren Zukäufen sehe das Researchteam vor dem Hintergrund des nach wie vor relativ hohen Schuldenniveaus positiv. Das hohe Engagement in Lateinamerika und die damit einhergehenden Unsicherheiten seien nach Einschätzung von Analysten der Stadtsparkasse Köln im Kurs ausreichend berücksichtigt. Mittel- bis langfristig biete das Engagement in der Region gutes Wachstumspotenzial.
Das Researchteam der Norddeutschen Landesbank bestätigt bezüglich den Aktien von Endesa sein Votum "Outperformer".
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