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Intercell Staphylococcus aureus News führen zu Kurssturz


15.04.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analystin der Erste Bank, Vladimira Urbankova, stuft die Aktie von Intercell (ISIN AT0000612601 / WKN A0D8HW) unverändert mit "halten" ein.

Am Anfang der Woche hätten Intercell und ihr Kooperationspartner Merck (ISIN DE0006599905 / WKN 659990) bekannt gegeben, dass ein unabhängiges Expertenkomitee in den USA (DMC), nach Durchführung einer Interimanalyse der klinischen Phase II/III-Studie, die Aussetzung der Aufnahme von Probanden in der laufenden Studie des Impfstoffkandidaten V710 (zur Vorbeugung von Infektionen durch Staphylococcus aureus (S. aureus)) empfohlen habe. Mercks Wissenschaftler würden nun Einblick in die bisher geheimen Daten erhalten. Nach Abschluss dieser Analyse würden Merck und Intercell Investoren über die Ergebnisse informieren.

Als Anpassung an die veränderte Situation, hätten die Analysten eine neue Intercell Analyse veröffentlicht, die die gestiegenen Risiken sowohl für das Unternehmen in Verbindung mit dem S. aureus Projekt als auch für den Anleger mit einem Investment in die Intercell-Aktie berücksichtige. Konkret hätten sie die mit dem S. aureus Projekt verbundenen Meilensteinzahlungen, die für 2011 erwartet worden seien, aus ihren Schätzungen herausgenommen, was ihre Umsatzprognose für 2011 um 11% auf EUR 40 Mio. und die Gewinnschätzung je Aktie (2011) von EUR -0,78 auf EUR -0,88 gesenkt habe.


In ihrem Bewertungsmodell hätten die Analysten die Erfolgswahrscheinlichkeit für das S. aureus Projekt von 35% auf 10% reduziert, eine mögliche Zulassung um ein Jahr nach hinten verschoben und die Risikoprämie in der DCF-Berechnung nochmals erhöht. Als Konsequenz sei ihr 12-Monats-Kursziel von EUR 10,50 auf EUR 8,50 gewandert.

Obwohl die Nachrichten nicht das komplette Aus für das S. aureus Projekt bedeuten würden und die Chance für den Impfstoff (mit einem geschätzten Marktpotenzial von über EUR 1 Mrd.) noch lebe, seien die möglichen Probleme in dem Programm, das zuletzt als einer der größten Trigger für die Aktie gegolten habe, für Investoren eine weitere bittere Pille gewesen. Die Analysten würden glauben, dass sich nach dem massiven Sturz das Chancen-Risiko-Profil eines Intercell-Investments verbessert habe.

Obwohl die enorme Volatilität der Intercell-Aktie gute Einstiegmöglichkeiten schaffen kann, bleiben die Analysten der Erste Bank bei ihrer konservativen Einstellung und der "halten"-Empfehlung. (Analyse vom 15.04.2011) (15.04.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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