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Nippon Steel Fusion mit Sumitomo Metal Industries


04.04.2011
Heibel-Ticker

Berlin (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "Heibel-Ticker" sehen bei der Aktie von Nippon Steel (ISIN JP3381000003 / WKN 859164) eine gute Einstiegsgelegenheit für Langfristanleger.

Die Autoindustrie gehöre zu den größten Kunden von Nippon Steel. Doch Toyota (ISIN JP3633400001 / WKN 853510) und Nissan (ISIN JP3672400003 / WKN 853686) hätten einige Werke nach der jüngsten Katastrophe stillgelegt. Gleichzeitig würden wichtige Wachstumsmärkte wie beispielsweise Indien und China wegbrechen, weil sich dort die lokalen Wettbewerber etablieren und inzwischen qualitativ vertretbare Produkte anbieten würden.

So habe Nippon Steel Anfang Februar mit Sumitomo Metal Industries (ISIN JP3402200004 / WKN 856878) eine Fusion vereinbart. Die Nummer eins des japanischen Marktes gehe mit der Nummer drei zusammen. Es entstehe der weltweit zweitgrößte Stahlkonzern. Sumitomo Metal Industries habe seinen Schwerpunkt im Bereich der nahtlosen Stahlröhren, die für jegliche Pipeline-Projekte eingesetzt würden. Zusammen könne nun das breiteste Produktspektrum mit höchster Qualität angeboten werden, von Baustahl über Grobbleche, Autobleche bis hin zu nahtlosen Röhren.

Damit stelle sich die nach Umsatz angeordnete Rangliste ab Vollzug der Fusion im Oktober 2012 wie folgt dar: Mit weitem Abstand sei die indische ArcelorMittal (ISIN LU0323134006 / WKN A0M6U2) Weltmarktführer auf den Stahlmärkten. Es folge das fusionierte Unternehmen Nippon Steel mit Sumitomo Metal Industries, gefolgt von Baosteel aus China auf Position drei.

Es werde daraus schon sehr schnell ersichtlich, dass Nippon Steel am Autoboom der Schwellenländer Indien und China nur mittelbar partizipiere, die beiden Länder hätten ihre eigenen Stahlkonzerne. Und nach anfänglichen Qualitätsproblemen seien auch sie inzwischen in der Lage, brauchbaren Stahl zu produzieren. Absatzseitig sei diese Fusion also nach Erachten der Experten auf dem Papier schön, denn die breite Palette hochqualitativer Produkte lese sich schön, doch neue Kunden gewinne das Unternehmen dadurch nicht.

Das Unglück auf dem Heimatmarkt (Erdbeben, Flutwelle, Atomunfall) bedeute für Nippon Steel eine anziehende Nachfrage nach dem eigenen, hochqualitativen Stahl. Insbesondere Sumitomo Metal Industries sei stark in Infrastrukturprojekte integriert und werde also von dieser Entwicklung profitieren.

Japan sei ein Volk, das immer wieder heftige Schicksalsschläge habe verarbeiten müssen. Doch Japan sei bekannt dafür, solche Schicksalsschläge schneller aufzuarbeiten, als jeweils irgendjemand es erwarten würde. Und so würden die Experten auch diesmal auf die Disziplin, die gute Organisation und die hohe technologische Entwicklung in Japan vertrauen, dass aus dem Schicksalsschlag schon bald ein Sonderaufschwung generiert werde.


Historisch gesehen würden solche Schicksalsschläge stets zu einem kurzfristigen Einbruch der Wirtschaftsleistung führen, doch mittel- und langfristig kehre die Wirtschaft auf den ursprünglichen Wachstumspfad zurück oder übersteige ihn sogar.

Nachdem im Jahr 2010 die kurzfristigen Rahmenvereinbarungen bei der Beschaffung (Eisenerz) vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise auf den Absatzmärkten mit weiterhin langfristigen Liefervereinbarungen nicht hätten abgefangen werden können, habe zwar ein Umsatzwachstum, kaum aber ein Gewinnwachstum stattgefunden.

Für das Jahr 2011 seien die Laufzeiten angepasst worden, und so werde nun auch ein kleiner Teil der anziehenden Nachfrage ergebniswirksam von Nippon Steel genutzt. Der Gewinn je Aktie solle im laufenden Jahr um 50% ansteigen, das KGV 2011e stehe bei 10. Zum Vergleich: Das KGV 2011e von Salzgitter (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) stehe bei 20, das von ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001 / WKN 750000) bei 14. Eine Dividendenrendite von 2% sei zwar nicht sonderlich berühmt, aber eine beruhigende Geste.

35 Mrd. Euro Umsatz würden mit einer Marktkapitalisierung von 14 Mrd. Euro bewertet. Zuzüglich der hohen Verschuldung von 12 Mrd. Euro ergebe sich ein um Kredite bereinigtes Kurs/Umsatz-Verhältnis von 0,75, was die Experten vor dem Hintergrund anziehender Stahlpreise für günstig halten würden.

Einziger Wermutstropfen sei die hohe Verschuldung. 12 Mrd. Euro bei 35 Mrd. Euro Umsatz seien eine stolze Summe, für die erst einmal Zinsen gezahlt werden müssten, bevor Gewinne für Aktionäre übrig bleiben würden. Auch durch die Fusion mit Sumitomo werde diese Situation nicht sonderlich besser, Sumitomo bringe 12 Mrd. Euro Umsatz mit, sei aber mit 8,5 Mrd. Euro verschuldet.

Die Fusion habe also auch keine bilanziellen Hintergründe, sondern sei nach Erachten der Experten überwiegend positiv für den Einkauf. Die stärkere Einkaufsmacht sollte sodann zu einer Ausweitung der Gewinnmarge führen, wodurch in einem zweiten Schritt dann die Schulden sukzessive abgetragen werden könnten.

Nippon Steel sei nicht in einer Position der Stärke, doch die jüngsten Entwicklungen kämen der Geschäftsentwicklung zugute. Daher würden die Experten davon ausgehen, dass sich der Kurs stetig in Richtung 2,85 Euro aufmachen werde. Wer also eine solide Stahlaktie im Portfolio suche, der sei mit Nippon Steel gut beraten.

Für Langfristanleger bietet die Aktie von Nippon Steel eine gute Einstiegsgelegenheit, so die Experten von "Heibel-Ticker". Arcelor Mittal sowie beispielsweise Salzgitter hätten ihres Erachtens jedoch bessere Startpositionen, sodass sie Nippon Steel zwar gut finden würden, aber diese nicht vorziehen würden. (Ausgabe 13 vom 01.04.2011) (04.04.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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