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Mayr-Melnhof Q4-Ergebnis durch Rohstoffpreise und Sonderabschreibung belastet


18.03.2011
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, rät die Aktie von Mayr-Melnhof (ISIN AT0000938204 / WKN 890447) nach wie vor zu akkumulieren.

Mayr-Melnhof sei auch im vierten Quartal 2010 in beiden Divisionen voll ausgelastet geblieben und habe mit EUR 463 Mio. (+11,6% zu 4Q/09) moderat die Umsatzerwartungen der Analysten übertroffen. Die MM-Karton Division habe bereits mit Oktober 2010 ihre Verkaufspreise angehoben, als Reaktion auf kontinuierlich steigende Preise für wichtige Vormaterialien, allen voran Altpapier, Chemikalien und Transport. Hierdurch habe die EBIT-Marge in der Division verglichen mit dem dritten Quartal 2010 konstant bei 8,8% gehalten werden können. Allerdings hätten höhere Kartonpreise zu (temporärem) Margendruck in der Verpackungsdivision geführt.

Hinzugekommen sei eine außerordentliche Abschreibung von EUR 3 Mio. auf Anlagevermögen in Tunesien. Obwohl keine Schäden eingetreten seien, sei diese Maßnahme aus Vorsichtsgründen erfolgt und weil die Produktion derzeit nur auf halber Kapazität laufe. Die EBIT-Marge der Verpackungsdivision habe sich folglich von 9,9% im dritten Quartal auf 7,1% im vierten Quartal 2010 verschlechtert.


Dank guter Auslastung sowie einer geringeren Aktienanzahl (Aktienrückkäufe) sei das Ergebnis pro Aktie im Gesamtjahr 2010 um 21,4% auf EUR 5,39 geklettert und die Dividende pro Aktie von EUR 1,7 auf EUR 1,95 erhöht worden. Mayr-Melnhof verfüge zu Jahresende weiterhin über eine hohe Nettoliquidität von EUR 203 Mio.

Mayr-Melnhof rechne dank gut gefüllter Auftragsbücher weiterhin mit voller Kapazitätsauslastung. Die Verpackungsdivision habe bereits zu Jahresanfang 2011 ihre Kostensteigerungen weitgehend weiterreichen können, sodass wieder mit verbesserter Profitabilität gerechnet werden könne. Die Produktionsmengen der Division sollten jedoch im ersten Quartal 2011 rund 5% tiefer liegen, da zeitweise Stillstände bei einigen Werken für Neuinvestitionen zu erwarten seien.

Auch größere Projekte und Akquisitionen stünden für 2011 wieder auf dem Plan, allen voran in den Wachstumsmärkten Brasilien, Türkei, Russland und möglicherweise auch Nordafrika. Der Vorstandsvorsitzende Hörmannseder habe die derzeitige "Kriegskasse" für Expansionsschritte mit rund EUR 600 Mio. beziffert.

Trotz temporärem Margendruck erachten die Analysten der Erste Bank ihre derzeitigen Schätzungen als realistisch und werden vorerst keine Änderungen bei ihrem Kursziel von EUR 86 und ihrer "akkumulieren"-Empfehlung für die Aktie von Mayr-Melnhof vornehmen. (Analyse vom 18.03.2011) (18.03.2011/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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