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Datum/Zeit |
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54,11 $ |
+0,54 $ |
+1,00 % |
17.04/21:59 |
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| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| US09061G1013 |
924801 |
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Biomarin Pharma. neutral 22.07.2002
sunday-market
Die Analysten von "sunday-market" stufen derzeit die Aktien von Biomarin Pharmaceutical (WKN 924801) auf "neutral".
Lysosomen seien quasi die Müllverwertungsanlagen der Körperzellen. Dorthin gelange alles was in seine Bestandteile zerlegt werden solle. Die Werkzeuge dazu seien Enzyme, die die Aufgabe hätten, alles organische Material in wiederverwertbare, kleine Moleküle abzubauen. Was nicht weiter abgebaut werden könne, werde außerhalb der Lysosomen in der Zelle abgelagert. Diese Müllhalden dürften jedoch nicht zu groß werden, um eine geregelte Zellfunktion nicht zu gefährden. Bei einigen Erbkrankheiten würden nicht alle lysosomalen Enzyme funktionieren, so dass der Abbau nicht vollständig erfolgen könne und deutlich mehr Rückstände übrig bleiben würden. Eine solche Krankheit sei die Mucopolysaccharidose (MPS). Je nach fehlendem Enzym unterscheide man verschiedene Typen. Die Symptome seien u.a. körperliche und geistige Entwicklungsstörungen und ein früher Tod.
"Wir ersetzen was fehlt" habe sich Biomarin zum Motto gemacht und entwickele Enzymersatz-Therapien, die die fehlenden Enzyme von außen zuführen sollten. Am weitesten fortgeschritten sei Aldurazym, ein Enzym was bei der MPS I helfen solle. Klinische Tests der Phase III seien abgeschlossen und der Zulassungsantrag solle im Herbst eingereicht werden. Die Zulassung werde für das erste Halbjahr 2003 erwartet. Sowohl der Orphan-Drug- als auch der Fast Track-Status seien für das Medikament erteilt worden. In einem Kooperationsabkommen habe Genzyme die Vermarktung übernommen, während Biomarin für die Produktion verantwortlich sei.
Ein weiteres Produkt gegen eine andere Form der MPS sowie Neutralase, ein Mittel zur Neutralisierung des Blutgerinnungshemmers Heparin, würden sich in den klinischen Phasen II befinden. Neutralase sei letztes Jahr von der kanadischen Ibex Technologies gekauft worden und habe nach Aussage des Biomarin-Chefs Fredric Price das Potenzial zu einem Milliarden-Medikament. Denn bei Herzoperationen würden die Patienten gegenwärtig Heparin bekommen, damit das Blut nicht verklumpe. Nach der Operation müsse dieser Blutverdünner aber wieder neutralisiert werden, sonst verblute der Patient.
1999 beim IPO habe Biomarin noch versprochen, dass Aldurazym 2000 an den Markt kommen sollte. Die Anleger seien verständlicherweise enttäuscht gewesen, als die FDA weitere Tests gefordert und die Markteinführung nach hinten verschoben habe. Da die Resultate der Phase-III-Studie zu Aldurazym nach Ansicht der meisten Experten nun ausreichend und gut seien, könne von einer baldigen Zulassung durch die FDA und ihr europäisches Pendant ausgegangen werden. Erste Umsätze könnten somit 2003 daraus fließen. Zwar dürfte der Preis für eine Behandlung hoch sein - vergleichbare Behandlungen würden bei 150.000 und 400.000 US-Dollar liegen - doch die Zahl der Patienten werde überschaubar bleiben. Entsprechend schwierig seien auch die Umsatzprognosen. Analystenschätzungen würden zwischen 10 und 80 Millionen US-Dollar liegen. Schwarze Zahlen würden erst 2004 erwartet.
Die Analysten von "sunday-market" halten die Aktie von Biomarin für ausreichend bewertet und raten zum Abwarten. Das Rating laute auf "neutral".
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