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Banco Santander drohende Kreditausfälle kratzen an der Bilanz 01.02.2011
Oldenburgische Landesbank
Oldenburg (aktiencheck.de AG) - Christoph Siebecke, Analyst der Oldenburgischen Landesbank, stuft die Banco Santander-Aktie (ISIN ES0113900J37 / WKN 858872) unverändert mit "reduzieren" ein.
Die spanische Banco Santander zähle nach Marktkapitalisierung zu den zehn größten börsennotierten Bankengruppen weltweit. Das Haupttätigkeitsfeld sei dabei das klassische Privatkundengeschäft mit regionalen Schwerpunkten im Heimatmarkt Spanien, in Brasilien und über die 2004 akquirierte Abbey National in UK. Im Zuge der weltweiten Finanzkrise habe sich das Institut mit zahlreichen Zukäufen weiter gestärkt (u.a. Alliance & Leicester (ISIN GB0000386143 / WKN 906656) und Bradford & Bingley (ISIN GB0002228152 / WKN 602362) in UK). Für das Jahr 2010 werde ein Gewinn vor Steuern von 12,1 Mrd. Euro erwartet. Die Rückstellungen für Kreditausfälle würden allerdings weiter ansteigen.
Auf dem spanischen Heimatmarkt werde das Geschäft zunehmend schwieriger. Bei einer aktuellen Arbeitslosenquote von über 20,3% und weiterhin sinkenden Immobilienpreisen sei auch in den kommenden Quartalen mit weiteren Wertberichtigungen auf das Kreditportfolio zu rechnen.
Die Bank lebe derzeit von dem starken Lateinamerikageschäft. Das dort erwartete Kreditwachstum (ca. 11%) sollte sich positiv auf das Gruppenergebnis niederschlagen. Die Banco Santander habe sich in den letzten Jahren wie auch jüngst sehr stark auf anorganisches Wachstum über Akquisitionen fokussiert. Dies habe aber im Gegenzug zu einer sehr dünnen Eigenkapitaldecke geführt. Die Basel-III-Regeln würden die Kapitalquote ab 2013 laut Aussage des Managements um 70 Basispunkte (0,7%) verringern. Unter Berücksichtigung verschiedener Maßnahmen zur Stärkung der Kapitalbasis (Börsengang des England-Geschäfts, Wahldividende in Aktien oder Bar) würden die Analysten lediglich eine Kernkapitalquote (Core-Tier-1) in Höhe von 8,5% in 2011 für möglich halten. Aktuell betrage die harte Eigenkapitalquote 6,17%.
Im dritten Quartal 2010 habe die Banco Santander ein operatives Ergebnis in Höhe von 2,94 Mrd. Euro erzielt. Die Rückstellungen für Kreditausfälle hätten 2,935 Mrd. Euro betragen. Dieser Wert sei in den letzten Quartalen stetig angestiegen. Unter dem Strich habe der Nettogewinn bei 1,64 Mrd. Euro gelegen. Die Dividende sei kürzlich erhöht worden. Für das Gesamtjahr 2011 würden Zahlungen in Höhe von 0,66 Euro je Aktie erwartet.
Die Markterwartungen an die operative Entwicklung bei Banco Santander seien momentan sehr hoch. Insbesondere die Entwicklung im spanischen Kreditgeschäft müsse sehr genau beobachtet werden, zumal die spanischen Sparkassen mit hohen Abschreibungen und Zahlungsausfällen zu kämpfen hätten. Dieser Entwicklung könne sich auch die Banco Santander nicht entziehen. Die Eigenkapitaldecke sei vor dem Hintergrund der Basel-III-Regelungen und den getätigten Akquisitionen sehr dünn. Es bestehe die große Gefahr, dass bei einer Verschlechterung des Kreditportfolios weiteres Eigenkapital benötigt werde, dass dann in Form einer Kapitalerhöhung eingesammelt werden müsse.
Die Analysten der Oldenburgischen Landesbank bestätigen ihr Votum "reduzieren" für die Banco Santander-Aktie. (Analyse vom 01.02.2011) (01.02.2011/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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