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ING Groep Ertrags-Turnaround auf Kurs 28.12.2010
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stuft die Aktie der ING Groep (ISIN NL0000303600 / WKN 881111) mit dem Rating "buy" ein.
Q3-Zahlen: Der zugrunde liegende Gewinn vor Steuern sei im Jahresvergleich um 91% auf 1,53 Mrd. EUR geklettert. Der zugrunde liegende Gewinn nach Steuern habe sich um 43% auf 1,04 Mrd. EUR erhöht; würden hier die Sonderbelastungen berücksichtigt (z.B. eine Goodwill-Wertberichtigung auf die US-Versicherungssparte), sei der Gewinn um 26% auf 371 Mio. EUR gefallen. Im Bankbereich sei der zugrunde liegende Gewinn vor Steuern auf 2,51 Mrd. EUR nach 250 Mio. EUR im Vorjahr (Q2: 1,61 Mrd. EUR) geklettert; im Versicherungsbereich sei er wertberichtigungsbedingt auf 18 Mio. EUR nach 551 Mio. EUR eingebrochen (ohne der WB wäre er hier um 20% gestiegen). Die Tier-1- (9,0% nach 7,6%) und Solvabilitätsquoten (261% nach 228%) hätten sich im Jahresverlauf stetig verbessert.
Der Ertrags-Turnaround habe sich in Q3 fortgesetzt. Er werde weiterhin vorrangig vom Bankbereich getragen. Neben einem erneut gestiegenen Geschäftsvolumen mit guten Margen seien eine erneut niedrigere Risikovorsorge und weniger negative marktbezogene Einflüsse hierfür verantwortlich. Der Versicherungsbereich, der zur Veräußerung vorgesehen sei (w/Staatshilfe eine Auflage der EU), werde auf die geplanten IPOs vorbereitet. Dazu habe die ING Groep z.B. in Q3 auf die US-Versicherungsbereiche eine Wertberichtigung in Höhe von 513 Mio. EUR vorgenommen. Allerdings habe der Versicherungssektor zum dritten Mal in Folge auch operativ Verbesserungen gezeigt (+18% vor St.). Zuletzt habe die ING Groep die kanadische ING Summit Industrial Fund LP, ein Immobilienportfolio, verkauft (02.11.).
Die Ertragswende sei zuletzt auch von freundlichen Kapitalmärkten unterstützt worden, was eine gewisse Abhängigkeit vom Kapitalmarkt demonstriere. Die ING Groep habe weiter hohe Engagements in toxischen Wertpapieren. Ferner würden - wie im gesamten Bankensektor - neue Belastungen bei einer Verschärfung der Schuldenkrise in der Euro-Peripherie und wegen Basel III hinzukommen. Im Versicherungsbereich seien weitere Abschreibungen in Q4 zu erwarten.
Der Widerstand bei 7,95 EUR hat sich erneut als zu stark für die Aktie der ING Groep erwiesen, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Mit dem Abprall an dieser Marke habe sich auch die Markttechnik wieder eingetrübt. Die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren würden eine intakte Abwärts-Bewegungsdynamik signalisieren. Ein Rücklauf bis auf die Unterstützung bei 6,57 EUR sei durchaus möglich. Vor diesem Hintergrund sollten Anleger derzeit Abstand von Engagements in die ING Groep nehmen. Erst ein Ausbruch über den Widerstand bei 7,95 EUR wäre ein klares Einstiegssignal. Ein solches sei für die nächsten Wochen aber kaum zu erwarten. Von einem Durchbruch unter die Unterstützung bei 6,57 EUR würden die Analysten allerdings auch nicht ausgehen.
Der operative Aufwärtstrend sei trotz aller Ungereimtheiten intakt.
Die Analysten der SEB bewerten die ING Groep-Aktie mit "buy". Das Kursziel werde weiter bei 9 EUR gesehen. (Analyse vom 28.12.2010) (28.12.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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