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voestalpine weiterhin positiver Ergebnistrend


19.11.2010
Erste Bank

Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die voestalpine-Aktie (ISIN AT0000937503 / WKN 897200) unverändert mit "kaufen" ein.

Die gestern berichteten Zahlen für das zweite Quartal 2010/11 hätten den positiven Ergebnistrend bestätigt. Die Erholung in fast allen Kundenindustrien (außer der Bauwirtschaft) habe sich fortgesetzt. Die Umsätze seien im zweiten Quartal um 26% zum Vorjahr und 3% zum Vorquartal auf EUR 2.636 Mio. gestiegen, was zu 90% auf höheren Volumen zu verdanken sei. Das EBIT sei zum Vorjahr auf EUR 210,9 Mio. mehr als verdoppelt worden und habe damit einen Tick (3%) unter der Analystenschätzung gelegen.

Zurückzuführen sei dies auf die Bahnsysteme Division gewesen, wo Instandhaltungsarbeiten am Hochofen in Donawitz und anhaltender Preisdruck bei Schienen das Ergebnis belastet hätten - allerdings immer noch auf einem guten Niveau. Die übrigen Divisionen hätten die erwartet positive Entwicklung bestätigt. Das Nettoergebnis nach Minderheiten habe von EUR 8,5 Mio. im Vorjahr auf EUR 108,4 Mio. zugelegt.


Besonders hervorzuheben sei erneut der positive freie Cash Flow trotz höherer Volumina und steigender Rohstoffkosten. Obwohl rund EUR 84 Mio. Dividenden gezahlt worden seien, sei die Nettofinanzverschuldung im ersten Halbjahr um EUR 163 Mio. auf EUR 2.874 Mio. gesunken und das Gearing habe sich von 71,3% auf 65,8% verbessert.

Die voestalpine bleibe für die weitere Zukunft optimistisch. Die Ordersituation habe sich verglichen mit dem Stand vor drei Monaten nochmals verbessert. Nach einer Normalisierung des Geschäftsumfeldes sei eine weitgehend stabile Entwicklung in den kommenden Quartalen zu erwarten. Alle Divisionen seien derzeit zu rund 95% der Kapazitäten ausgebucht.

Zudem hätten Stahlhändler laut Vorstandsvorsitzendem Eder zuletzt stark auf fallende Preise spekuliert und ihre Läger seien jetzt leer, was steigende Stahlpreise in den nächsten Monaten nahe lege. 2010/11 scheine eine Verdoppelung des EBIT vom vergangenen Jahr (EUR 352 Mio.) gesichert - nach Ansicht der Analysten eine gewohnt konservative Guidance.

Ihre Schätzung von EUR 884 Mio. EBIT im heurigen Wirtschaftsjahr erachten die Analysten der Erste Bank weiterhin als realistisch und bleiben bei ihrer Kaufempfehlung für die voestalpine-Aktie. Das Kursziel sehe man bei 36 EUR. (Analyse vom 19.11.2010) (19.11.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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