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3W Power Solarwechselrichter beflügeln


17.11.2010
TradeCentre.de

Lichtenstein (aktiencheck.de AG) - Die Experten von "TradeCentre.de" raten die Aktie von 3W Power (ISIN GG00B39QCR01 / WKN A0Q5SX) zu kaufen.

Der Anbieter von Leistungselektronik habe den Wendepunkt erreicht und erwarte nunmehr wieder Wachstum. Das sage den Experten Vorstandschef Horst J. Kayser bei ihrem Treffen in Frankfurt. Zwar sei der Umsatz im dritten Quartal noch rückläufig gewesen, allerdings habe sich der Ordereingang gegenüber der Vorjahresperiode um satte 93 Prozent auf rund 90 Millionen Euro erhöht. Der CEO erwarte im Schlussquartal eine Fortsetzung des positiven Trends und erneut eine Steigerung des Ordereingangs.

Für das Gesamtjahr prognostiziere Kayser einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro sowie ein positives EBITDA bereinigt um negative Einmaleffekte. Netto werde 3W Power Holdings, die Muttergesellschaft der AEG Power Solutions, einen deutlichen Verlust ausweisen. Grund seien Aufwendungen für die Restrukturierung und insbesondere nicht Cash relevante Kaufpreisallokationen (ppa Abschreibungen) aufgrund der Übernahme durch den Börsenmantel Germany1 aus dem Jahr 2009.

AEG Power Solutions unterteile das Geschäft in die Bereiche erneuerbare Energien und energieeffiziente Infrastruktur. Wachstumstreiber des Unternehmens sei die Einheit der erneuerbaren Energien und darin insbesondere das Segment "Solar" mit den eigenen Solarwechselrichtern. Laut Kayser sei dieses lukrative Geschäft mit Wechselrichtern von Null aufgebaut worden und werde 2010 bereits circa 40 Millionen Euro zum Umsatz beisteuern. "Ich erwarte für unsere Solarwechselrichter im kommenden Jahr ein signifikantes Wachstum auf mehr als 100 Millionen Euro", so Kayser. Damit werde sich der Umsatz mehr als verdoppeln. Für die Zukunft kalkuliere der 49-jährige mit Zuwachsraten von 20 bis 30 Prozent.

Ebenfalls in diesem Segment angesiedelt seien die Leistungsregler zur Steuerung der Energieversorgung vor allem bei Verfahren zur Herstellung von Polysilizium. Das Geschäft sei spätzyklisch, habe aber das Tal der Tränen inzwischen hinter sich gelassen und gehe wieder in den Wachstumsmodus über. Der Bereich Energieeffizienz-Lösungen konzentriere sich auf Industriekunden und sei kein Wachstumsmarkt. "Unser Ziel ist dieses Geschäft zu optimieren und profitabler zu machen und mindestens mit der allgemeinen Wirtschaft zu wachsen", erkläre Kayser. Durch die Kombination beider Geschäftsbereiche wolle AEG Power Solutions mittelfristig im Bereich Smart Microgrids mitmischen. "Bei Smart-Grid-Anwendungen streben wir eine Vorreiterrolle an". Die Einheit stehe bisher allerdings noch am Anfang, könnte in ein paar Jahren aber hoch interessant sein.


Um den Konzern zügig wieder auf Profit zu trimmen, wolle der promovierte Wirtschaftsingenieur bis zu 20 Millionen Euro nachhaltig an Kosten einsparen. Ein Großteil davon werde sich schon 2011 im Ergebnis bemerkbar machen. Im kommenden Jahr solle der Umsatz laut Kayser auf über 400 Millionen Euro ansteigen. Bei der EBITDA-Marge sei es das Ziel mit einer knapp zweistelligen Rendite zu wirtschaften. 2012 solle der Umsatz die 0,5 Milliarde Euro knacken und die EBITDA-Marge auf 13 bis 15 Prozent steigen. Aufgrund der ppa-Abschreibungen werde das Nettoergebnis im kommenden Jahr allerdings noch negativ ausfallen und erst im Folgejahr ins Positive drehen. Insgesamt würden diese Abschreibungen den Gewinn in den nächsten Jahren mit jeweils 26 Millionen Euro belasten. Für den Cashflow habe dies bekanntlich keine Auswirkungen. Kayser rechne in 2012 mit einem Free Cashflows von mehr als 50 Millionen Euro.

Die Investitionen seien mit 5 bis 10 Millionen Euro überschaubar. Allerdings habe sich der Firmenchef für die Zukunft strammes Wachstum auf die Fahnen geschrieben. Das organische Wachstum könne durchaus aus dem operativen Cashflow finanziert werden. Sehr dynamisches Wachstum erfordere aber einen höheren Bedarf an Working Capital. Angeblich wolle sich das Unternehmen über eine Anleihe 120 Millionen Euro besorgen. Details dazu würden die Experten noch in diesem Monat erwarten. Neben organischem Wachstum setze der langjährige Siemens (ISIN DE0007236101 / WKN 723610)-Manager und KUKA (ISIN DE0006204407 / WKN 620440)-CEO auch auf Akquisitionen. "Wir schauen uns im Markt nach passenden Unternehmen um". In erster Linie würden Übernahmen im Bereich "Solar" angestrebt.

Das Grundkapital sei in rund 50 Millionen Aktien eingeteilt und repräsentiere aktuell einen Börsenwert von rund 240 Millionen Euro. Offen seien allerdings noch Optionsscheine, die ab einem Kurs von 7,50 Euro interessant würden und dann in Aktien getauscht würden. Die Laufzeit der Scheine sei in knapp zwei Jahren beendet. Die Verwässerung dadurch betrage 20 Millionen Stücke, sofern die Optionen ausgeübt würden. Im Gegenzug könne sich das Unternehmen über einen Zufluss von 150 Millionen Euro an frischen Mitteln freuen.

Das Unternehmen sei bisher von der Börse noch nicht entdeckt worden. Die Experten würden die Firma sehr spannend und vor allem günstig bewertet finden, auch wenn die Nettoergebnisse aufgrund der Kaufpreisallokationen nicht hübsch aussehen würden und erst 2012 Nettogewinne geschrieben würden. Mehr Aufmerksamkeit werde das Unternehmen durch einen Wechsel in den Prime Standard erfahren. Mittelfristig würden die Experten eine Aufnahme in den TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327) nicht ausschließen.

Die Aktie von 3W Power ist kaufenswert, so die Experten von "TradeCentre.de". (Analyse vom 17.11.2010) (17.11.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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