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STRABAG Deripaska kauft 17% der Anteile zurück 12.11.2010
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Franz Hörl, Analyst der Erste Bank, stuft die Aktie von STRABAG (ISIN AT000000STR1 / WKN A0M23V) unverändert mit "akkumulieren" ein.
Bei der STRABAG habe sich diese Woche einiges getan. Am Montag habe das Unternehmen gemeldet, dass Rasperia Trading, ein Unternehmen des Russen Deripaska, Optionen auf 17% der STRABAG-Aktien für EUR 373,1 Mio. ausüben und weiterhin Vollmitglied im Aktionärssyndikat bleiben werde. Die Kaufoption auf die restlichen 8% der Aktien sei bis 15. Juli 2014 verlängert worden. Der Wiedereinstieg von Deripaska beende beträchtliche Unsicherheit, die bisher auf dem Aktienkurs gelastet habe und sollte dem Aktienkurs damit helfen.
Ebenfalls montags habe STRABAG bekannt gegeben, dass es eine Anzahlung von EUR 70 Mio. für eine 26% Beteiligung am führenden russischen Straßenbaukonzern Transstroy, einem Unternehmen aus Deripaskas Industriegruppe, leisten werde. Transstroy habe 2009 einen Umsatz von rund EUR 0,93 Mrd. erwirtschaftet. Über die Profitabilität sei derzeit nicht viel bekannt. In den kommenden zwei Jahren werde STRABAG das Unternehmen einer umfassenden Due-Diligence-Prüfung unterziehen. Danach werde der finale Kaufpreis verhandelt. Das ultimative Ziel sei die Erlangung der wirtschaftlichen Kontrolle über Transstroy und damit der Eintritt in den russischen Straßenbaumarkt.
Des Weiteren hätten am Montag STRABAG und Glavstroy (Deripaskas Hochbauunternehmen) eine Absichtserklärung für den Bau des Olympischen Dorfes in Sotschi, Russland, unterschrieben. Demnach werde STRABAG bis September 2013 Wohnungen und Hotels im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2014 bauen. Der Auftrag stehe noch unter dem Vorbehalt der endgültigen Finanzierung für dieses Projekt im Wert von EUR 350 Mio.
Am Donnerstag habe das STRABAG-Management im Rahmen des Kapitalmarkttages einen Ausblick auf die nächsten Jahre gegeben. Demnach rechne das Unternehmen für das Jahr 2010 mit einem geringfügigen Leistungsrückgang von EUR 13,0 Mrd. auf EUR 12,9 Mrd. In 2011 sollte die Leistung um 5% auf EUR 13,5 Mrd. und in 2012 um 1,5% auf EUR 13,7 Mrd. steigen. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsergebnis und Steuern (EBIT) erwarte STRABAG SE im Jahr 2010 bei EUR 280 Mio. (2009: EUR 283 Mio.; unbereinigt addiere sich ein positiver Einmaleffekt in Höhe von EUR 10,6 Mio. hinzu).
Die EBIT-Marge von 2,2% werde in den darauf folgenden Jahren stabil gesehen, sodass sich ein EBIT von EUR 295 Mio. im Jahr 2011 und von EUR 300 Mio. im Jahr 2012 errechne. STRABAG gehe davon aus, dass sich das Zinsergebnis, die Steuerquote und die Minderheitsanteile am Ergebnis in den Jahren 2010 und 2011 unverändert bei EUR -20 Mio., 27-28% bzw. EUR 20-25 Mio. zeigen würden. Der neue Ausblick sei deutlich optimistischer als frühere Kommentare, wo man noch von einer Krise in der europäischen Bauindustrie ausgegangen sei.
Nicht zuletzt auch aufgrund des optimistischen Ausblicks hätten die Analysten ihre STRABAG-Ergebnisschätzungen angehoben. Da allerdings auch die budgetierten Investitionsausgaben wesentlich über ihren bisherigen Schätzungen gelegen hätten, würden die Analysten ihr Kursziel unverändert bei EUR 23,30 belassen. Während weiterhin von rückläufigen öffentlichen Ausgaben vor allem im Bereich Transportinfrastruktur auszugehen sei, beginne sich der private Hochbau wieder zu erholen. Infrastrukturprojekte in Osteuropa sollten sich unterstützt durch EU-Mittel besser behaupten. STRABAG könne überdies auf einen Rekordauftragsstand für die kommenden Jahre bauen.
Im Vergleich mit anderen Bauunternehmen sei STRABAG günstig bewertet und verfüge vor allem auch über eine sehr starke Bilanz. Wenn es gelinge, diese überschüssigen (und gering verzinsten) Mittel vernünftig einzusetzen, dann würden die Analysten für die Aktie auch über ihr aktuelles Kursziel hinaus weiteres Potential sehen. Neben wertschaffenden Akquisitionen könnten diese Mittel auch für eine höhere Dividende oder Aktienrückkäufe eingesetzt werden. Bei der letzten Hauptversammlung im Juni habe sich STRABAG den Rückkauf von bis zu 10% der Aktien bereits genehmigen lassen.
Die Analysten der Erste Bank bleiben bei ihrer "akkumulieren"-Empfehlung für die STRABAG-Aktie. (Analyse vom 12.11.2010) (12.11.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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