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RHI will bis 2015 kräftig wachsen 29.10.2010
Erste Bank
Wien (aktiencheck.de AG) - Die Analysten der Erste Bank stufen die RHI-Aktie (ISIN AT0000676903 / WKN 874182) unverändert mit "kaufen" ein.
RHI-Chef Henning Jensen habe EUR 2,0 Mrd. als langfristiges Umsatzziel bis 2015 bei einer EBIT-Marge von dann 11% (d.h. EUR 220 Mio. EBIT) genannt. 8 bis 9 Prozent EBIT-Marge sollten es dieses Jahr werden (bei von den Analysten geschätzten EUR 1,49 Mrd. Umsatz) und 2011 sollte die Marge laut Jensen weiter steigen, aber wahrscheinlich nicht ganz zweistellig sein (die Analysten würden 10,2% erwarten). Um die langfristigen Ziele zu erreichen, solle RHI in Märkten wachsen, in denen man bis jetzt unterrepräsentiert sei, vor allem in den BRIC-Ländern (Brasilien, Russland, Indien und China). Außerdem solle die Kostenstruktur verbessert werden und die Eigenversorgung mit Rohstoffen von derzeit rund einem Drittel auf 80 Prozent steigen.
Im Durchschnitt betrage die Teuerung bei Rohstoffen dieses Jahr bereits 8 bis 10 Prozent, die Preise für Magnesit-Rohstoffe seien sogar um bis zu 40 Prozent gestiegen. Da es keinen langfristigen Markt für Magnesit gebe, müssten die fehlenden Rohstoffe am volatilen Spotmarkt zugekauft werden, während das Unternehmen mit seinen Kunden aber Preisvereinbarungen über sechs bis zwölf Monate habe. Um bei den Rohstoffen auf den angestrebten Eigenanteil von 80 Prozent zu kommen, wolle RHI eine Mine in Südamerika entwickeln, um dann damit ein neues Werk in Brasilien zu bedienen. Der Weiteren sollten eine Quelle in Mexiko entwickelt und die Produktion in der Türkei erweitert werden.
Kommendes Jahr solle es laut Jensen bei RHI erstmals seit zehn Jahren wieder eine Gewinnausschüttung geben - auf Basis des Gewinns 2010. Die Analysten würden aktuell EUR 0,5 pro Aktie schätzen. Das geplante Strategieprogramm, wie oben beschrieben, solle in den nächsten vier bis fünf Jahren EUR 400 bis500 Mio. kosten, was aus eigener Kraft nicht schaffbar sei, so Jensen. Sollten also alle Wachstumspläne umgesetzt werden, so solle dies unter anderem durch die genehmigte Kapitalerhöhung von 9,72 Mio. Aktien (rund EUR 230 Mio. beim derzeitigen Kurs) geschehen. Eine Kapitalerhöhung werde bei RHI schon seit längerer Zeit in den Raum gestellt, werde also vom Markt bereits erwartet.
Die angegebenen Margenziele für 2010 und 2011 würden die Analysten als eher konservativ betrachten - diese würden auch geringfügig unterhalb ihrer Schätzungen liegen. Eine zunehmende Eigenversorgung mit Rohstoffen mache aus ihrer Sicht Sinn und erhöhe auch die Versorgungssicherheit.
Die RHI-Aktie ist weiterhin günstig bewerten und die Analysten der Erste Bank bleiben infolgedessen bei ihrer Kaufempfehlung. Das Kursziel werde bei 32 EUR gesehen. (Analyse vom 29.10.2010) (29.10.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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