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Ericsson gab Q3-Zahlen bekannt


26.10.2010
SEB

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Oana Floares, Analystin der SEB, bewertet die Ericsson-Aktie (ISIN SE0000108656 / WKN 850001) mit "buy".

Ericsson habe zuletzt Q3-Zahlen bekannt gegeben. Die Einnahmenseite sei nach Erachten der Analysten nicht allzu überzeugend gewesen: Wenngleich per saldo ein Plus von 2,3% gegenüber dem Vorjahr auf 47,5 Mrd. SEK (Schwedische Krone) erzielt worden sei, habe es organisch einen Rückgang von 5% gegeben. Dafür sei die operative Seite positiv aufgefallen. Dazu hätten nicht nur die eigenen Einsparungen, sondern auch die verbesserten Joint Venture-Ergebnisse (Sony Ericsson wieder mit einem kleinen Gewinn und ST-Ericsson mit einem weiter geminderten Verlust) beigetragen.

Die EBIT-Marge habe sich auf 11,0% nach 6,4% im Vorquartal und 2,5% im Vorjahr belaufen und erneut Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,9 Mrd. SEK beinhaltet. Die Bilanzseite sei, wie gewohnt, sehr solide geblieben, mit einer EK-Quote von knapp 52% und einer Netto-Liquidität von 44 Mrd. SEK . Der Ausblick habe diesmal um einiges positiver als in den Vorquartalen geklungen: Die Nachfrage in China, Nordamerika und Japan scheine wieder anzuziehen.

Mittel- bis langfristig sollten die anstehenden Infrastrukturinvestitionen in den Emerging Markets (Mexiko, Brasilien) weiterhin für Auftrieb sorgen. Haupt-Geschäftstreiber seien das mobile Internet und die wachsende Anzahl von Service-Verträgen seitens Netzbetreiber. Dank der soliden Bilanzverhältnisse sei nach Erachten der Analysten Ericsson auch gegen längere Phasen abnehmender Nachfrage gut gerüstet. Die Fälligkeiten der Finanzschulden würden zudem zum überwiegenden Teil erst ab 2012 bis 2014 beginnen. Die Bewertung würden die Analysten derzeit auf einem angemessenen Niveau sehen; die Dividendenrendite sollte sich - wenngleich nicht überdurchschnittlich hoch - vor dem Hintergrund der starken Bilanz als sicher erweisen.


Die Investitionen in manchen Regionen sollten weiter auf sich warten lassen, so z. B. Indien (Q3-Umsätze: -49% gg. VJ) und Mittlerer Osten (-40%), wo die Auftragsvergabe kurzfristig nicht allzu schnell wieder an Dynamik gewinnen sollte. Gleiches gelte derzeit auch für Mittel- und Westeuropa (-22%). Restrukturierungsaufwendungen von rund 1,5 Mrd. SEK würden im 4. Quartal wohl noch anfallen (insgesamt GJ 2010: 6,6 Mrd. SEK). Für 2011 würden die Analysten von weiteren rund 2,5 Mrd. SEK ausgehen.

Zu Jahresbeginn sah es für die Aktie von Ericsson mit dem intakten Aufwärtstrend noch nach einer weiter ansteigenden Notierung aus, so Savas Demirtas, technischer Analyst der SEB. Jedoch sei nicht nur dieser Anfang August dieses Jahres, sondern auch noch die starke Unterstützung bei 78,90 SEK, signifikant durchbrochen worden. Alle Versuche, die letztgenannte Marke zurückzuerobern, seien bisher fehlgeschlagen. Aufgrund der fehlenden dynamischen Impulse sei in diesem Jahr kaum damit zu rechnen. Nach unten habe sich bei 70,85 SEK eine neue Unterstützung ausgebildet, die es zu verteidigen gelte.

Insgesamt würden die Analysten für die nächsten Monate mit einer volatilen Seitwärtsrange zwischen 70,85 SEK und 78,90 SEK rechnen. Erst mit einem Durch- bzw. Ausbruch über eine dieser Marken dürfte sich die Einschätzung ändern. Neu- bzw. Zukäufe seien daher aus technischer Sicht nicht empfehlenswert. Bestehende Positionen könnten zwar gehalten, sollten jedoch mit einem Alarm an der neu ausgebildeten Unterstützung bei 70,85 SEK abgesichert werden.

Die Analysten würden, bedingt vor allem durch die guten operativen Fortschritte, das Ericsson-Kursziel von zuletzt 79 SEK auf 82 SEK erhöhen.

Die Analysten der SEB stufen die Ericsson-Aktie mit "buy" ein. (Analyse vom 26.10.2010) (26.10.2010/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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